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Noel Gallagher hofft auf ein Oasis-Comeback

2009 war das Jahr der großen Trennung – die Trennung zweier Jungs, einer Band und eines Geschwisterpaares, von Oasis. Für Fans bedeutete es die Trennung von der Hoffnung, dass sich Liam und Noel Gallagher am Ende doch wieder zusammenraufen.

Nach einem Streit im Backstagebereich eines Konzerts in Paris verabschiedeten sich Liam und Noel von ihrer gemeinsamen Bandgeschichte. Das bedeutete das Ende der Geschichte einer Band, die uns bis dahin viele Skandale, viel Poserei aber auch viel Britpop geschenkt hat. Und die schließlich mit ihren Songs zum musikalischen Rettungspaket der 90er Jahre gehörten.

Schnell wurde klar: Es gibt keinen Weg zurück. Liam versucht personell und musikalisch weitestgehend an Oasis anzuknüpfen und gründet Beady Eye. Und Noel will einfach nur allein sein – so schien es zumindest. Sein Soloalbum „High Flying Birds“ erscheint am 17. Oktober.

Allmählich wird allerdings aus Wut Wehmut. Anlass ist ein Blick in die Zukunft, genauer gesagt bis 2015. Das Jahr, in dem das Album „(What’s the Story) Morning Glory?“ Jubiläum feiert und 20 Jahre alt wird. In diesen Tagen fängt Noel erstmalig an, mit der Annahme  aufzuräumen, dass es für ihn nichts zu bereuen gibt. Denn zwei Jahre später kann so eine Entscheidung, eine Band wie Oasis zu verlassen und seinen Bruder sowie den Rest der Band Beady Eye zu überlassen, dann doch etwas voreilig erscheinen: „It was a hasty decision I’ve got to say, and we could maybe have all gone off and done other things for a few years. In my own head the 2015, 20-year anniversary of (What’s The Story) Morning Glory‘ is looming and we could have maybe come back, made a new album and played that album in its entirety and gone and been the greatest thing ever, but there you go.“

So seichte Zukunftsmusik hört man selten von einem Gallagher. Gibt es da tatsächlich noch Hoffnung auf das wohl absurdeste Comeback des Jahres 2015, weil sich einer der Brüder eigentlich gar nicht mehr zanken will? Es scheint ihm jedenfalls wirklich eine Herzensangelegenheit zu sein, dieser Plattengeburtstag. Und er könnte unter dem guten Stern der Zusammenkunft stehen, wenn doch nicht alles so gekommen wäre, wie es gekommen ist. Wenn sich doch nur wie er sagt, einfach jeder eine Auszeit genommen hätte, um dann 2015 wieder gemeinsam „the greatest thing ever“ zu sein. Wenn man im richtigen Moment, den richtigen Song im Kopf gehabt hätte. Der, der jetzt zumindest bei Noel einige Wehmutstränen verursachen dürfte.


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