Highlight: Die acht teuersten Schallplatten der Welt

Nowhere Boy

„Mother, you had me but I never had you/I wanted you but you didn’t want me/So I got to tell you/Goodbye, goodbye“, singt

John Lennon

in „Mother“ und beschreibt die Beziehung zu seiner Mutter in 25 Wörtern besser, als es Sam Taylor-Woods Film über die Kindheit des künftig wichtigsten Musikers der Welt in 100 Minuten gelingen könnte. Nicht, dass

Kooperation

Aaron Johnson

(aus KICK-ASS) seine Sache als Lennon nicht gut machen würde. Nicht, dass das muffige Liverpool der Fünfziger nicht treffend eingefangen wäre. Aber man erfährt einfach zuviel über die zwei Frauen im Leben des NOWHERE BOY und zu wenig darüber, was John Lennons Kreativität so nachhaltig geprägt haben könnte: Am Ende des Films kennen wir den Mann hinter Liedern wie „Julia“, aber nicht den Mann, der Lieder wie „Norwegian Wood“ oder „Tomorrow Never Knows“ schrieb und damit die Welt verändert hat.

Von Sam Taylor-Wood, mit Aaron Johnson, Kristin Scott Thomas, Ophelia Lovibund, Großbritannien 2009 Tomasso Schultze – 30.11.2010


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