Bear’s Den So That You Might Hear Me


Caroline/Universal (VÖ: 26.4.)

Dicker Pelz und sanfte Pranken – sich widerstandslos hineinsinken lassen war selten so einfach. Bear’s Den sind die musikgewordene Einlösung dessen, was ihr Name verspricht: der Besuch in einer warmen Bärenhöhle. Seit dem Debüt ISLANDS (2014) produzieren Bear’s Den Folkpop. Der Nachfolger kam dann zwei Jahre später und orientierte sich an 80s-Luftigkeit.

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Mit SO THAT YOU MIGHT HEAR ME gibt’s jetzt eine schicke Mixtur dessen, was die letzten Jahre des Duos ausgemacht haben dürfte – plus Klavier. Das bringt hin und wieder ein bisschen Drama in das Ganze. Andrew Davie singt gewohnt intensiv über Trennungen, Sehnsüchte und schlagende Herzen. Um ihn herum versammelt sich das übliche Folkpop-Personal aus Gitarre, Banjo und Rhythmus. Zurückhaltende Synthies sorgen für Zeitreisen in die Ära der Schulterpolster.

Obwohl Bear’s Den durchaus gewachsen sind – es ist alles aufgeräumter und ausgereifter –, weiterentwickelt hat sich hier wenig.

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