Charles Bradley Black Velvet 


Daprone Records/Groove-Attack 

Es fällt natürlich nicht leicht, dieses Album losgelöst von seinem tragischen Hintergrund zu hören. 62 Jahre alt musste Charles Bradley werden, um nach einem mitunter recht entbehrungsreichen Leben doch noch den Durchbruch als Sänger zu schaffen.

Mit seinem 2011 erschienenen Debüt NO TIME FOR DREAMING stieg er zu einem der Aushängeschilder des Retro-Labels Daptone Records auf, tourte in Europa und den USA und legte mit VICTIM OF LOVE und CHANGES zwei feine Alben klassischer Funk- und Soul-Prägung nach, denen Bradley sicherlich noch einige hinzugefügt hätte, wenn er nicht im Herbst 2017 einem Krebsleiden erlegen wäre.

BLACK VELVET, betitelt nach Bradleys Künstlernamen als langjähriger James-Brown-Cover-Act, versammelt nun zehn Songs, die bei den Sessions zu seinen drei Alben liegen blieben.

Das mag nach Resterampe klingen, zeigt jedoch vielmehr sehr gelungen zwischen leichtfüßigen Funk-Grooves („Luv Jones“) und anrührenden Schmachtereien („I Feel A Change“) die Facetten eines stimmlich Ausnahmebegabten auf, der sogar die Rasereien einer Band wie Nirvana („Stay Away“) in astreinen Soul zu verwandeln wusste.

Hier kann man „Black Velvet” von Charles Bradley bestellen.  

„Black Velvet“ von Charles Bradley hier im Stream hören:


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