In Flames :: Clayman

Schwedenstahl, danke, haha, ein Wortspiel, das in den vergangenen Jahren manchem Metal-Rezensenten in den Sinn kam. Warum aber auch nicht? Auch wenn der Ausdruck inflationär gebraucht wird, so trägt er doch immer noch die passenden Assoziationen mit sich: Die Vorstellung von bläulichschwarzer Härte, die hinter der glatten Oberfläche noch klare nordische Nachtluft durchschimmern lässt und die kantigen, aber melancholischen Seelen der Männer, die den Stoff gefördert und bearbeitet haben. Genau so fühlt sich eine Platte von In Flames an. Ihr knirschender Power-Metal lärmt immer an der Grenze zum Death entlang; aber bevor er die Linie überschreiten kann, hält ihn wieder eine sehnsüchtige Melodie zurück. Gitarrist Björn Gelotte spielte bis zum vorletzten Album noch Schlagzeug-vielleicht rühren daher die manisch rhythmischen Gitarrenriffs, die sich nie vom Weg abbringen lassen und die dem Sound der Band eine feste Kontur geben, die sich nicht vom Widerstreit zwischen Lärm und Melodie beeinflussen lässt. So ist mit CLAYMAN eine absolut zeitgemäße Metal-Platte entstanden, deren Material eine lange Haltbarkeit garantiert. Schwedenstahl eben.

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