K.Flay

Solutions

Interscope/Universal (VÖ: 12.7.)

Für den Elektro-Pop-Rock ihres dritten Albums SOLUTIONS trennt sich K.Flay weitestgehend von der Traurigkeit und dem Rap.

Auf ihren ersten beiden Alben LIFE AS A DOG und EVERY WHERE IS SOME WHERE sprang einem K.Flays Großartigkeit mit jeder Note an. Ihr dritter Longplayer SOLUTIONS hält dieses Level leider nicht ganz. Getreu dem Motto „Es gibt keine Probleme, nur Lösungen“ kam die amerikanische Musikerin und Produzentin auf die Idee, jegliche Düsternis über Bord zu werfen.

Youtube Placeholder

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wo sie schon dabei war, schmiss sie leider auch fast sämtliche Rap-Parts hinterher, was bei ihrem mehr als ansehnlichen Flow einen herben Verlust darstellt. Stattdessen schluckte K.Flay wohl versehentlich eine kleine Avril Lavigne, die an den unmöglichsten Stellen zum Vorschein kommt. Übrig bleibt eine K.Flay, die nur noch einen Bruchteil ihres Könnens zeigt, dies aber mit einigem Wumms, einnehmenden Melodien und hämmernden Arrangements, die nur wenig Platz für Subtilität lassen.

Amazon

Im Opener „I Like Myself“ etwa sagt sie gelungen dem Schönheitswahn und der Instagram-Ruhmsucht den Kampf an. „I see photos of vacations and I know they faking laughter.“ Ein aggressiver Basslauf dominiert „This Baby Don’t Cry“, in dem sie die folgenden schönen Zeilen singt: „It’s never easy to be different inside / But when you don’t give a fuck, it’s just like riding a bike“. „Ice Cream“ stellt ein Hohelied auf den Gehirnfrost dar. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass K.Flay in Zukunft wieder alle Facetten ihres Wesens in die Musik einfließen lässt.

K.Flays neues Album „SOLUTIONS“ im Stream:

Spotify Placeholder

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Spotify
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.