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Kasabian For Crying Out Loud

Columbia/Sony

von
Kasabian – FOR BRYING OUT LOUD; VÖ: 28.04.2017
Foto: Columbia/Sony

Der erste Überraschungseffekt auf dieser Platte stellt sich nach gut zwei Minuten ein. „III Ray (The King)“ heißt der Song, mit dem die Band aus Leicester ihr sechstes Album eröffnet: ebenso solides wie bekanntes Rock’n’Rave-Handwerk, wäre da nicht dieser elegante Turn, der sich plötzlich per House-Piano und pumpendem Beat andeutet, und sich dann für ein paar Takte mit funkigen Gitarrenlicks verfestigt. Eine Sache von Sekunden nur, und doch ein Statement: Achtung, dieses Album kann Elemente von House, Funk und Disco enthalten!

Nun wären Kasabian nicht Kasabian, würden sie sich nicht auch auf ihre Qualitäten verlassen. Wuchtiger Überwältigungsrock, bewegungsfördernder Madchester-Rave, catchy Psychedelia, tausend Tränen tiefe Balladen zur Akustischen, verkifft-entschleunigte HipHop-Beats, gerne auch mal gekreuzt mit Western-Score-Sounds à la Morricone: alles da, alles hörenswert. Und doch sind es vor allem Songs wie das disco-poppige „You’re In Love With A Psycho“ und „Are You Looking For Action?“, mit denen die Band diesmal gute Laune macht. Rund acht Minuten lang spielen sie sich mit Letzterem per rollendem Bass und sphärisch verhalltem Saxofon durch einen formidablen Disco-Shuffle, der die müdeste Studentenfete auf Betriebstemperatur bringen dürfte.

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