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King Charles Gamble For A Rose


Buffalo Gang/Kobalt/Rough Trade VÖ: 22. Januar 2016

Wo ist er hin, unser glamouröser König? Verschwunden, verloren, verbannt. Noch trägt Charles Costa trotzig seinen Ehrennamen King Charles, aber für GAMBLE FOR A ROSE müsste er eigentlich seine Krone einmotten. Aus dem überkandidelten Sonnenkönig des Freak-Folk im Piratenkostüm ist ein braver, fast schon bescheidener Folk-Bruder geworden.

Schuld an diesem Wandel sind die alten Freunde von Mumford & Sons, die ihm schon immer mal hilfreich zur Seite standen. Nun hat Marcus Mumford gleich durchgehend die Regie übernommen: Der König und sein berühmter Kumpel zogen sich auf einen in Exeter gelegenen Bauernhof zurück, um GAMBLE FOR A ROSE aufzunehmen. Wahrlich keine Umgebung für einen Herrscher.

Das Ergebnis der ausgiebigen Audienz ist also zwar lange nicht mehr so aufregend, durchgeknallt, wild durch die Genres wütend oder gar verwegen wie die bisherigen Werke von King Charles, aber dafür mit hübschen Songs, ein paar prima eingängigen Melodien und recht viel Herzschmerz ausgestattet. So haben King Charles und sein nichtswürdiger Vasall doch tatsächlich jenes beste Mumford-&-Sons-Album aufgenommen, das den Originalen in den vergangenen Jahren partout nicht gelingen wollte.

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