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Ein Dokumentarfilm über das Spannungsfeld zwischen kulturellem Anspruch und Wirtschaftlichkeit in der Festivalindustrie

Little Snake A Fragmented Love Story, Written By The Infinite Helix Architect


Brainfeeder (VÖ: 7.5.)

von

Was kann einer kleinen Schlange Besseres passieren, als von einem fliegenden Lotus protegiert zu werden? Nicht viel, wie Little Snakes Debütalbum auf Brainfeeder, dem Label von HipHop- und Electronic-Experimentierer Flying Lotus beweist. Elf Tracks versammelt Gino Serpentini – daher wohl der possierliche Künstlername – auf dem Album, zwei davon mit FlyLo selbst, einer mit dem ähnlich prominenten brasilianischen Avantgardisten Amon Tobin.

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Deren Einfluss bzw. der der weiteren Feature-Gäste ist jedoch schwer auszumachen, so konsequent schert diese höchst fragmentierte Liebesgeschichte in alle Richtungen aus. Überformtes Glitch-Gepose, das Metronom als wiederkehrendes Motiv und dringend benötigter Taktgeber und eine Produktion, die von englischsprachigen Musikjournalist*innen als „meticulous“ bezeichnet würde, sind so ziemlich die einzigen Konstanten dieser kräftezehrenden, aber lohnenden Hörerfahrung.

Ansätze von Rave entblößt der Kanadier auch, nur um das Tempo sogleich entweder ins Zeitlupenhafte zu verschleppen oder – das passiert gefühlt häufiger – so sehr anzuziehen, dass sich die Kicks überlagern. Wild.


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