Mariee Sioux  Grief in Exile 


Night Bloom Records/Indigo (VÖ: 7.6.)

Egal, wie hart man sich gibt, wie abgebrüht und im dümmsten Falle zynisch: Irgendwann ist jeder mal müde vom Leben, verletzt, aber zu unruhig zum Schlafen. In solchen Momenten spielt einem Mariee Sioux Ruhelieder zum Heilewerden, schlichte Folk-Stücke, die so viel Wärme ausstrahlen, wie Musik nur geben kann.

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Die US-Amerikanerin mit polnischen, ungarischen und indigenen Vorfahren hat mit Bonnie „Prince” Billy zusammengearbeitet und tourte mit Mazzy Star, womit die Koordinaten ihres Sounds gut beschrieben wären. Auf ihrem dritten Album GRIEF IN EXILE singt Sioux, als hätte sich Hope Sandoval in den Laurel Canyon verirrt, und spielt zartestes Fingerpicking wie Marissa Nadler.

Dabei klingt sie so außerweltlich („Goose Song“) und heilsam schön („Snow Knows White“), dass man nicht weiß, ob man das sensible Lyrische Ich in ihren Songs vor der hässlichen Welt außerhalb ihres Musikrefugiums schützen will – oder selbst drinnen Schutz suchen mag.  

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