Miles Kane

ONE MAN BAND

Modern Sky (VÖ: 4.8.)

Mit Wucht, Fußballerhuldigungen und ansonsten ohne unnötige Staffage kehrt der Brite zu den Indie-Rock-Ursprüngen zurück.

Optisch mimt er wahlweise den Lederjackenlümmel, Anzugträger oder Fred-Perry-Werbeträger; seit 2007 bildet er nebst Sangespartner Alex Turner die Last Shadow Puppets: Miles Kane sieht nicht nur aus wie die Graue Eminenz des Indie-Rock. Nur eineinhalb Jahre nach dem von Glam beeinflussten CHANGE THE SHOW erweist er dem für ihn identitätsstiftenden Indie auf ONE MAN BAND Reverenz.

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Manchmal müsse man zum Ursprung zurückgehen, um vorwärts zu kommen. So sagte es der Brite in einem Interview – und recht hat er. Ohne Streicher, Bläser, Chöre, Klavier und sonstige Staffage verneigt sich Kane vor den Libertines. Mit Spielgenuss und schnurstrackser Wucht huldigt er den Strokes. Wer zu seinen Wurzeln zurückkehrt, der öffnet sich beinahe automatisch. Auf dem vor Rock’n’Roll glühenden Dreiminüter „Troubled Son“ etwa wirft Kane den Blick in den Spiegel – und damit auf seine Unzulänglichkeiten.

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Das beste der elf Stücke aber trägt den Titel „Baggio“. Sujet ist die Tragik von Italiens „göttlichem Zöpfchen“ Roberto Baggio. Der Fußballer hatte seine Mannschaft 1994 bis ins Finale geschossen – doch Weltmeister wurde er nur in seinen Träumen. Das Lied endet mit den Versen: „Those words don‘t mean a thing where I come from / But I‘ll sing them forever“.

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