Richard Ashcroft Natural Rebel 


BMG Rights Management 

Richard Ashcroft war nie ein sonderlich begnadeter Texter. Dass The-Verve-Songs so irre gut waren, lag sicher nicht an dem Zeug, dass der hagere Kauz da aus den Nebelbänken murmelte, sondern daran, dass er und seine Kollegen um die doch recht eindimensionalen Gedanken Pop irgendwo zwischen Demut und Größenwahn legten und genau in den richtigen Momenten freidrehten.

Dieser musikalische Zauber ist längst verflogen, Ashcroft hat es sich in einem latent eingeschmalzten Sicherheitssound bequem gemacht, in dem durchschnittlicher Rock mit sülzigen Streichern, ein paar Beats und etwas Northern-Soul-Manierismen angereichert wird. Das Grundproblem offenbart sich auf dieser Platte indes mehr denn je: Die langweilige Musik wird von Texten flankiert,  in denen sich „know“ auf „show“ und „fine“ auf „mind“ reimt,  „Power“ zunächst auf „Shower“ und dann auf „Tower“ und „Rock“ auf „shock“.

Was sich nicht reimt, klingt so, als wäre Paolo Coelho besoffen in irgendeinem Pub in Wigan eingeschlafen, den Kopf auf dem klebrigen Tresen und den Notizblock in einer Pfütze aus schalem Ale. Aber was man sagen muss: Der kleine Oldtimer, den Ashcroft im Video zur Vorabsingle „Surprised By The Joy“ (Notiz am Rande: hier reimt sich „you“ auf „view“) durch die britische Botanik fährt, ist schnieke.  

Hier kann man „Natural Rebel“ von Richard Ashcroft bestellen.

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