Rival Consoles

Overflow

Erased Tapes/Indigo (VÖ: 3.12.)

Dieser (Post-)Post-Minimal für eine Tanz-Performance überwältigt allzu gemächlich.

In musikalischer Hinsicht sitzt die Musik von Rival Consoles dermaßen punktgenau zwischen den Stühlen Club und Konzertsaal, dass sich alle Klassik-meets-Techno-Projekte eine Scheibe davon abschneiden könnten. Auch OVERFLOW wurde für eine Tanzperformance und also die große Bühne entwickelt, arbeitet sich aber inhaltlich am Überwachungskapitalismus und seinen Auswirkungen auf (zwischen-)menschliche Befindlichkeiten ab.

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Dementsprechend ist es von Wiederholungen, genauso aber musikalischen Überwältigungsmomenten geprägt – als hätten sich Philip Glass und Hans Zimmer drangemacht, ein Techno-Album für den Hausgebrauch zu komponieren. Die titelgebende Reizüberflutung stellt sich über stolze 70 Minuten nur schleppend ein, weil Ryan Lee West seine Tracks nur sehr langsam entfaltet. Und obwohl das freilich ein Vorteil sein mag: Zurück bleibt die Frage, ob diese Meditation über die Auswirkungen von Big Data auf unser Gefühlsleben nicht dringend auf die dazugehörige Tanz-Performance angewiesen ist.

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