William Fitzsimmons Mission Bell


Grönland/Universal

von

Traurige Musik kann glücklich machen. Dazu ist ja schon ordentlich geforscht worden. William Fitzsimmons hat dagegen einfach zehn erweichende Folksongs geschrieben, die das Phänomen genauso gut bestätigen. Das Album ist völlig von der Trennung von seiner zweiten Ehefrau bestimmt. Während er an einer neuen Platte arbeitete, hatte sie eine Affäre mit seinem Bandkollegen. Als das aufflog, verwarf er die bereits fertiggestellten Aufnahmen, setzte einen anderen Fokus und schuf MISSION BELL.

Ein paar sautraurige Lieder, in denen es zum Beispiel darum geht, wer jetzt wann die Kinder zu sich nimmt („Distant Lovers“). Es dreht sich um Urlaubsarrangements, aber sicher nicht mehr um Liebe. Man war wohl doch nicht füreinander geschaffen, wie es in „Never Really Mine“ heißt. Puh.

Trotzdem ist der Singer/Songwriter nicht derjenige, der sich bemitleidet oder von anderen einen aufmunternden Schulterklopfer erwartet. Vielmehr nutzt er die 41 Minuten Albumlaufzeit, um mitzuteilen: Ganz ehrlich, mir geht’s gerade gut so. Und dieses Daumen-hoch-Gefühl steckt an.

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