Willow


Universal (VÖ: 7.10.)

von

Es muss eine Bürde sein, aus der Familie Smith zu kommen. Vater Will und Mutter Jada hielten, um es vorsichtig zu formulieren, keines ihrer Kinder je vom roten Teppich fern, im Gegenteil. Aber, so scheint es, Talent ist vererbbar, Tochter Willow hat einiges davon abbekommen, und das in der Vergangenheit sowohl als Schauspielerin als auch Musikerin unter Beweis gestellt.

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In , ihrem fünften Album, stellt sie selbstbewusst aus, was auf dem Vorgänger LATELY I FEEL EVERYTHING von 2021 bereits skizziert wurde: Es geht ihr mittlerweile ausschließlich um Rock, keine Spur ist mehr zu finden von ihren Anfängen im Elektro-Pop. Die fleißige 21-Jährige ist ohne Frage eine tolle Sängerin, stimmlich lotet sie ihre Möglichkeiten aus, mal mit, mal ohne technische Finessen.

Textlich bewegt sie sich zwischen Selbstfindungslyrik und feministischen Themen, und Willow, die zusammen mit Mutter und Großmutter eine kontroverse und interessante Talkshow moderiert, hat viel Intelligentes zu sagen. Trotzdem langweilt nach kurzer Zeit, weil allzu humorlos daherkommt, was da musikalisch zitiert wird. Beim Versuch, Alternative und Hard-Rock miteinander zu verkuppeln, landet das Album leider eher bei Avril Lavigne, was sicher nicht beabsichtigt war und schade ist.

Autorin: Rebecca Spiler


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