Schauspieler Michael Cimino: Homophobe Nachrichten wegen Rolle in „Love, Victor“

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Der US-amerikanische Nachwuchsschauspieler Michael Cimino (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen und 2016 verstorbenen Regisseur) sieht sich mit homophoben Anfeindungen konfrontiert, seit er den homosexuellen Hauptcharakter in der Serie „Love, Victor“ verkörpert. Das berichtete der 22-Jährige in einem Interview mit dem britischen Magazin „Attitude“.

„Love, Victor“ ist die Nachfolge-Fernsehserie des erfolgreichen Kinofilms „Love, Simon“ aus dem Jahr 2018. Das zehnteilige Spin-Off erzählt die Coming-Out-Geschichte eines Highschool-Schülers und legt offen, welchen Herausforderungen Teenager ausgesetzt sind, die noch im Unklaren in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung sind.

Wie Michael Cimino nun berichtet, können einige Zuschauer*innen offenbar nicht zwischen seinem homosexuellen Seriencharakter und ihm als heterosexuellen Schauspieler unterscheiden. Was seit dem US-Serienstart im Juni 2020 daraus resultierte, seien eine Reihe homophober Anfeindungen. Offensichtlich bestürzt berichtet der junge Schauspieler: „Das Verrückteste ist, dass die manchmal von Leuten kommen, die ich sogar kenne. Ich denke, es zeigt, wo sich die Welt befindet und wie sehr diese Serie tatsächlich benötigt wird.“

Cimino kontert mit Gegenfragen auf homophobe Anfeindungen

Über den Umgang mit homophoben Äußerungen sagte Cimino: „Wenn es sich um Leute handelte, die ich kenne, wurde ich schon mal deutlicher oder habe gefragt: Okay, und jetzt?“ Doch von welchen Personen genau solche Anfeindungen kamen, verriet der Schauspieler nicht. Vielmehr betonte er: „Es wird über das Thema geredet und das ist wohl erstmal das Wichtigste.“ Ab dem 23. Februar ist die Serie auch in Deutschland über „Star“ auf Disney+ on demand verfügbar.


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