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The 1975: „Größere Künstler wollten Greta Thunberg keine Plattform bieten“

Nachdem The 1975 am 25. Juli das Intro für ihr neues Album veröffentlicht hatten, auf dem Greta Thunberg zu hören ist, haben sich die Indierocker nun in einem Interview darüber beklagt,  dass vor ihnen zahlreiche größere Künstler eine Zusammenarbeit mit der Klimaaktivistin abgelehnt hätten.

Thunberg sei momentan eine der wichtigsten Personen auf dieser Welt, der man unbedingt eine Plattform geben müsse, so Matt Healy und Jamie Oborne, Manager der Band, in einem BBC-Podcast-Interview. Deshalb sei es für die beiden komplett unverständlich, warum so viele andere Künstler, die viel größer seien als The 1975, sich dieser Möglichkeit verweigerten.

Oborne berichtete zudem, dass die Aufnahme Thunbergs bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in Stockholm zustande gekommen sei. Damals sei man sich schnell einig gewesen, dass es sich dabei um keine Nachricht handle, die erst gemeinsam mit dem Album in sechs Monaten erscheinen könne. Stattdessen entschieden sich The 1975 für eine sofortige Veröffentlichung.

Jedes bisherige Album der Briten fängt mit einem Intro an. Sie alle tragen den Titel „The 1975“. Diese Tradition wird auf dem neuen Album NOTES ON A CONDITIONAL FORM fortgesetzt. Jedoch wurde es diesmal von der 16-jährigen Thunberg eingesprochen, die damit ihr musikalisches Debüt gibt.

Die Einnahmen des Songs sollen komplett an die gemeinnützige Organisation „Extinction Rebellion“ gespendet werden. Diese setzt sich gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen sowie das potenzielle Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum ein.

In dem gemeinsamen Lied verkündet Thunberg, dass es jetzt an der Zeit sei, etwas gegen das Versagen der vorherigen Generationen zu unternehmen. Es bleibe keine Zeit mehr, abzuwarten und tatenlos zu bleiben. Stattdessen sei die Zeit zum Rebellieren gekommen.

The 1975 sind schon länger für ihr ausgeprägtes Umweltbewusstsein bekannt. Sie verzichten zum Beispiel bei der Produktion ihrer Alben auf Einwegkunststoffe und versuchen, die Schadstoffentstehung bei der Produktion ihrer Vinyls so minimal wie möglich zu halten.



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