Spezial-Abo

Uma Thurman zeigt ein Video ihres schweren Set-Unfalls, Tarantino reagiert auf Vorwürfe

von

Nachdem sie in der Wochenendausgabe der New York Times schwere Anschuldigungen gegen Filmproduzent Harvey Weinstein, aber auch gegen Regisseur Quentin Tarantino erhoben hatte, legt Schauspielerin Uma Thurman nun mit einem Clip des „Kill Bill“-Autostunts nach, von dem sie behauptet, Tarantino habe sie trotz Sicherheitsbedenken dazu gedrängt.

Thurman schreibt dazu auf Instagram unter anderem Folgendes: „Ich poste diesen Clip, um an das komplette Gefahrenpotenzial zu erinnern […] Die Umstände dieses Vorfalls waren fahrlässig und nahe der Kriminalität.“

https://www.instagram.com/p/Be0x6OCFRwQ/?utm_source=ig_embed

Dennoch gehe sie nicht von Vorsatz aus. Laut Thurman habe Regisseur Quentin Tarantino nach dem Vorfall „tiefe Reue“ gezeigt. Schließlich sei er es gewesen, der ihr die Aufnahmen vor einigen Jahren zur Verfügung gestellt habe, obwohl er wusste, „dass sie ihm persönlich schaden könnten.“ „Ich bin stolz auf ihn, dass er das Richtige getan hat“, erklärt Thurman weiter. Jedoch wirft sie dem „berüchtigten Harvey Weinstein“ vor, an der Vertuschung des Vorfalls und seiner Folgen beteiligt gewesen zu sein.

„Kill Bill“-Regisseur Quentin Tarantino hat sich nun beim Filmmagazin Deadline zu dem Autounfall geäußert.

„Ich hörte von unserem Produktionsleiter Bennett Walsh, dass Angst vor der Autoszene habe. Keiner von uns sah es als einen Stunt an. Es war nur Autofahren. Keiner von uns sah es als Stunt (sic!). Vielleicht hätten wir, aber haben wir nicht. Ich bin mir sicher, dass, als mir davon berichtet wurde, ich mit meinen Augen gerollt habe und irritiert war. Aber ebenso sicher bin ich mir, dass ich nicht wütend und in Rage war. Ich bin nicht in Umas Wohnwagen gegangen und habe begonnen, sie anzuschreien“, erinnert sich Tarantino.

„Sie hat jedes Recht, mir die Schuld zu geben“

Weiter sagt er: „Uma und ich hatten unsere Meinungsverschiedenheiten wegen des Unfalls. Sie hat mir die Schuld für den Unfall gegeben, und sie hat jedes Recht, mir die Schuld dafür zu geben. Es war nicht meine Absicht. Ich habe sie beredet, ins Auto zu steigen, ich habe ihr versichert, dass die Straße sicher sei. Und sie war es nicht. Vielleicht war sogar das Auto unsicher, auch wenn ich es damals nicht besser wusste.“

Auch zu Uma Thurmans Vorwürfen der sexuellen Belästigung durch Harvey Weinstein, äußerte sich Quentin Tarantino:

„Als wir in der Vorbereitung zu ‚Kill Bill‘ steckten, erzählte mir Uma, dass er die gleichen Dinge mit ihr getan habe. Das war der Moment, in dem mir ein Muster auffiel. Also sorgte ich dafür, dass Harvey sich bei Uma entschuldigte. Meine Konfrontation mit ihm war, dass ich ihm sagte, er müsse zu Uma gehen. Das passierte auch.“

Wie auch bei vorherigen Vorwürfen, reagierten Weinsteins Anwälte auch auf Thurmans Anschuldigungen mit einem Dementi. Er sei erstaunt, dass Jemand, den er 25 Jahre lang als Freund angesehen habe, ihn all die Zeit als Feind betrachtet habe, ließ Weinstein vermelden.

 

 


Was Gzuz mit Casey Affleck zu tun hat – Der Plot klärt auf
Weiterlesen