57 Frank Zappa – „Yo‘ Mama

Zappa-Soli können viele Farben haben: schweinerockig, atonal, melodisch-loungig. Bei aller Vielfalt ist sein Gitarrenspiel aber viel klassischer ausgerichtet als sein Kompositionsstil. Seine fehlende Virtuosität kompensiert er mit Tricks und Genius. Stellvertretend sei hier das Solo in „Yo‘ Mama“ genannt. Mit seiner Gibson Phönix SG erzeugt Zappa einen äußerst kraftvollen Ton, den er gerne dezent rückkoppelt. Vom eigentlichen Thema gelangt er ziemlich schnell in eine freie Improvisation, in der er endlos mäandert. Man kann sich der hypnotischen Kraft dieser Tonkaskaden nur schwer entziehen. Die emotionale Kraft erschließt sich mehr über eine abstrakte Ebene. Nach acht Minuten seligen Gegniedels findet er zurück in den Song und ins fulminante Finale.

WO? SHEIKYERBOUTI(1979)

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