Highlight: Mittelmäßige Rocker und Comedians: Die Foo Fighters besitzen die Coolness von bierseligen Lehramtsstudenten

Augen zukneifen und tanzen: Tribute-Band spielte für Foo-Fighters-Fans in Wembley

Das vergangene Wochenende hätten Fans der Foo Fighters gern im Londoner Wembley Stadium verbracht: Die geplanten Shows der Foo Fighters am Freitag und Samstag mussten wegen des Beinbruchs von Dave Grohl ausfallen, die Enttäuschung der Fans war entsprechend groß. Die Tribute-Band  UK Foo Fighters sprang jedoch kurzerhand ein und stellte in Zusammenarbeit mit der Spendenorganisation „Given To Live“ zwei Ersatz-Shows auf die Beine.

Direkt neben dem ehrwürdigen Wembley Stadium aufzutreten, war nicht nur für die Band eine große Sache, auch die aus aller Welt zugereisten Fans waren dankbar für eine musikalische Alternative. Schon am Freitagnachmittag herrschte bei Barbecue und Sonnenschein ausgelassene Stimmung. Die Mitglieder der „Foo Family“, zu der Fanclubs aus Großbritannien und Italien sowie vereinzelte Die-Hards aus aller Herren Länder gehören, versammelten sich auf dem Gelände des Crystal Clubs, um sich über die Geschehnisse auszutauschen und Freundschaften zu pflegen. Viele der Fans kennen sich persönlich oder sind via Facebook miteinander vernetzt. Sie engagieren sich regelmäßig füreinander – US-Amerikaner Rico hat man beispielsweise für die Wembley-Shows einfliegen lassen, den Angehörigen eines kürzlich verstorbenen Fans wurden zudem am Freitag 5000 Pfund gespendet.

Die UK Foo Fighters überzeugte an beiden Abenden ihr Publikum mit Spielerfahrung und Detailgenauigkeit. Kniff man die Augen zusammen, konnte man fast glauben, tatsächlich auf einem Konzert der Foo Fighters zu sein. Dies ist nicht zuletzt Frontmann Jays Verdienst, der seinem Idol kaugummikauend und schweißbandtragend nachzueifern weiß.

 

Der Musiker stammt wie Grohl aus Virginia, zählt ebenfalls die Beatles zu seinen musikalischen Einflüssen und versucht mit seiner Tribute-Band, den Vorbildern gerecht zu werden. Das erhebendste Gefühl seiner bisherigen musikalischen Laufbahn: im September 2014 stand er gemeinsam mit Dave Grohl in Brighton auf der Bühne.

Beide Shows waren kostenlos, dafür wurde am Einlass um eine Spende von zehn Pfund pro Person gebeten. Insgesamt erschienen an diesem Wochenende über 1200 Besucher, um sich ein wenig Foo-Fighters-Feeling abzuholen. Die Einnahmen gehen an „Given To Live“, ein britisches Live-Musik-Projekt, das es Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen ermöglicht, Live-Konzerte zu erleben und ihre Lieblingskünstler zu treffen. Zuletzt organisierten die Verantwortlichen ein Meet & Greet mit Dave Grohl sowie mit Corey Taylor von Slipknot.

Seht oben weitere Fotos vom Wochenende mit den UK Foo Fighters (via no-grohl-no-fun.tumblr.com).


Foo Fighters: Drummer Taylor Hawkins kündigt neues Album inklusive zahlreicher Feature-Gäste an
Weiterlesen