Cuba Gooding Jr. soll einen Musikproduzenten sexuell belästigt haben


Rodney „Lil Rod“ Jones beschuldigt den Schauspieler, ihn auf P. Diddys Yacht unangebracht angefasst zu haben.

Ein Musikproduzent, der letzten Monat eine Klage gegen Sean „Diddy“ Combs eingereicht hat, beschuldigt nun auch den Schauspieler Cuba Gooding Jr. der sexuellen Belästigung. In der geänderten Klage wird behauptet, der Schauspieler habe den Produzenten Rodney „Lil Rod“ Jones auf Combs‘ Yacht unangemessen angefasst.

Die geänderte Zivilklage wurde am Montagabend (25. März) beim US-Bezirksgericht in Manhattan eingereicht, nur wenige Stunden nachdem die Polizei die Häuser von P. Diddy stürmten. Dem Rapper wird Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung vorgeworfen. Es gibt allerdings keine Informationen, die Gooding mit einer der Durchsuchungen in Verbindung bringen.

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Cuba Gooding Jr. wird der sexuellen Nötigung beschuldigt

Jones reichte seine ursprüngliche Klage gegen Combs und andere im Februar ein, in welcher er behauptete, der Rapper habe ihn gezwungen, Prostituierte zu beschaffen und ihn zu ungewollten sexuellen Handlungen mit ihnen gedrängt. In der geänderten Klage wird jetzt zusätzlich behauptet, dass Cuba Gooding Jr. den Produzenten sexuell belästigt hat. Der Vorfall habe sich laut den Anwälten von Jones im Januar 2023 auf einer von Combs gemieteten Yacht ereignet. Sie beschuldigten den 56-jährigen der sexuellen Nötigung und des Fehlverhaltens.

In der Klage von Jones heißt es Gooding „begann, die Beine von Mr. Jones, seine oberen Innenschenkel in der Nähe seiner Leiste, seinen Rücken in der Nähe seines Gesäßes und seine Schultern zu berühren, zu betatschen und zu streicheln“. Der Musikproduzent „fühlte sich äußerst unwohl und lehnte sich von Mr. Gooding Jr. weg. Er wies seine Annäherungsversuche zurück und Mr. Gooding Jr. hörte erst auf, als Mr. Jones ihn gewaltsam wegstieß“.

Ein Anwalt und Vertreter des Schauspielers reagierte bisher nicht auf Bitten um eine Stellungnahme.

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Nicht die erste Klage gegen den Schauspieler

Der Oscar-Preisträger stand bereits 2022 vor Gericht und bekannte sich schuldig, eine Angestellte in einem New Yorker Nachtclub im Jahr 2018 gewaltsam geküsst zu haben. Da er sich anschließend sechs Monate einer Alkohol- und Verhaltenstherapie unterzog und sich keine weitere Verhaftung zu schulden lassen kam, wurde der Fall ohne Gefängnisstrafe abgeschlossen. Auch in den Jahren zuvor gab es bereits Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler.