ME 11/22

Der Musikexpress 11/2022 mit Björk, Arctic Monkeys & Die Nerven – die Themen im Überblick

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Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

BROT UND MILCH

„Ich wette, du siehst fantastisch aus auf der Tanzfläche“, mit Verlaub – das sind so Sätze, die hat man echt lange nicht mehr zu hören bekommen. Und dass das wirklich nur an Corona und den geschlossenen Clubs gelegen haben soll, ist anzuzweifeln. Nein, schon zu ersten Lebzeiten des großen Arctic-Monkeys-Hits „I Bet You Look Good On The Dancefloor“ 2006 waren die meisten – zumindest von uns hier – eher froh, wenn beim Tanzen nicht jemand fragte, ob alles in Ordnung sei oder man eventuell Hilfe bräuchte.

Doch so pushy kommt einem die Band um Alex Turner heute ohnehin nicht mehr. Arctic Monkeys 2022, das ist eines dieser raren Pop-Phänomene, eine elegante Beweisführung, dass früher Erfolg den Sound einer Band nicht festschreiben muss. Davon weiß auch unsere Titelheldin Björk mehr als ein Lied zu hauchen. Schließlich hat die prominenteste Isländerin in Pop diesen Monat ihre sieben Jahre in Anspruch nehmende Albumtrilogie abgeschlossen. Eine Trilogie, die verbreitete Zuschreibungen und Sichtweisen hinsichtlich ihrer Musik aufweicht wie trockenes Brot in Milch. Unser Chefreporter André Boße hat eine der raren Björk-Audienzen erhalten und sprach dabei mit ihr längst nicht bloß über Musik…

PS: Ach so, und frei nach den Arctic Monkeys … wetten, ihr seht alle ganz fantastisch aus mit diesem neuen Heft in eurer Hand? Schon gewonnen!

Der Musikexpress 11/2022 – die Themen im Überblick:

Björk – Back to the Beat

Der Wumms ist wieder da: Mit Hilfe eines indonesischen Gabber-Spezialisten hat Björk Tracks für ekstatische Wald-Partys produziert. Dazu gesellen sich komplexe Art-Pop-Songs über die drei Dimensionen der Liebe sowie ein zu Herzen gehendes Duett mit ihrer Tochter, in Gedenken an die verstorbene Mutter. FOSSORA heißt das neue Album: die Gräberin. Gefunden hat Björk vor allem eines: ihre Stärke.

Arctic Monkeys – Bleibt alles anders

Von Sheffield nach Hollywood: Mit ihrem neuen Album entwerfen die Arctic Monkeys die Atmosphäre einer Erzählung am Rande einer fiktiven Filmproduktion. Man wähnt sich an einem Set in Los Angeles, wo sich Alex Turner als Beobachter der Szenerie ständig Notizen macht. Berichtete er in seinen frühen Songs reportagenhaft aus seiner nordenglischen Szene, erschafft er seine Welten nun in der Fantasie. Wie das geht und warum er das macht, erzählt der Sänger und Songwriter einer der wichtigsten Bands der Gegenwart in einem seiner seltenen Interviews.

Jessie Reyez – Hier wächst was heran

Die in Kanada geborene Pop-Hoffnung Jessie Reyez hat die Tiefen der Musikindustrie erlebt. Mit ihrem zweiten Album YESSIE ist sie  jetzt bereit für die Höhen. Wohlwissend, dass das Leben alles andere als einfach ist.

Die Nerven – Alles richtig, alles falsch

Eigentlich alles wie immer: Die Nerven machen ein neues Album, und alle finden es gut. Dabei hat die Corona-Pause das organische Zusammenwachsen des Trios unterbrochen. Und auch sonst schwebt eine neue Düsterkeit über der lärmenden Konsensband des vergangenen Jahrzehnts, die etwas damit zu tun haben könnte, dass da was Fundamentales wegrutscht – und das neue Album Vorahnungen enthält, was das sein könnte.

Acid House – Can You Feel It?

Ende der 80er- Jahre leiden die jungen Londoner unter Thatcher, der Rezession und einem maßgeregelten Nachtleben. Acid House wird zum dringend benötigten Farbtupfer: House-Tracks und Pillen triggern eine Bewegung, die in Clubs startet und, als es dort zu eng wird, auf die Felder zieht. Hier liegt die Geburtsstundeder Rave-Kultur. Dokumentiert hat sie der Fotograf Dave Swindells, sein Buch ACID HOUSE – AS IT HAPPENED zeigt eine Jugendkultur, die sich die Freude am Leben zurücktanzt. Wir zeigen seine schönsten Fotos und versuchen zu klären, wie es zu diesem „Second Summer of Love“ kam – und warum Acid gerade ein Revival erlebt.

ME-Helden: Queens Of The Stone Age – Die Wüste lebt

Mit der gewaltigen Musik der Queens Of The Stone Age gelang es Josh Homme, den staubigen Undergroundsound der Wüste in ein Spektakel für die Massen zu verwandeln. Die Alben der Band sind unantastbare Großwerke des Desert- und Stoner-Rock. Als Künstler fordert Josh Homme musikalische Offenheit ein. Als Mensch zeigt er sich reaktionär, libertär. Genie oder Arschloch? Eine Heldengeschichte auf Kante genäht.

Außerdem im Heft:

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