Diddy sagt Grammy-Einladung trotz Nominierung ab – was ist der Grund dafür?


Wollte er einer möglichen Ausladung aufgrund der kursierenden Missbrauchsvorwürfe gegen ihn zuvorkommen?

Sean „Diddy“ Combs hat eine Grammy-Nominierung für sein Album THE LOVE ALBUM: OFF THE GRID in der Kategorie „Best Progressive R&B Album“ erhalten. Trotz seiner Nominierung wird der Musiker aber nicht zu der diesjährigen Award-Show am 05. Februar 2024 erscheinen. Woran liegt das?

Grund dafür könnten die Missbrauchsanschuldigungen gegen den 54-Jährigen sein. Gegenüber dem US-„Rolling Stone“ beteuerte der Veranstalter zuvor in Bezug auf die Vorwürfe gegen Diddy: „Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und befinden uns gerade dabei, diese mit der nötigen Zeit und Sorgfalt zu beurteilen.“ Weitere Neuerungen gab es diesbezüglich zwar noch nicht, aber es kann dennoch sein, dass der Rapper einer nachgelagerten Ausladung durch die „Recording Academy“ schlichtweg zuvorkommen wollte.

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Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe gegen Diddy

Seit November 2023 muss sich Diddy bereits der vierten Anschuldigung stellen, sexuell übergriffig gewesen zu sein. Seine Ex-Freundin, die Musikerin Cassie verklagte ihn wegen Vergewaltigung und Missbrauch. 2003 soll der Rapper gemeinsam mit Kollegen außerdem eine damals 17-Jährige unter Drogen gesetzt und dann in der Gruppe vergewaltigt haben.

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Danach folgten noch weitere Anschuldigungen. Diddy soll zum einen Joi Dickerson-Neal 1991 absichtlich unter Drogen gesetzt, sie sexuell missbraucht und das Ganze gefilmt haben, um das Video später als Erpressungsmaterial gegen sie verwenden zu können, wie unter anderem „CNN“ berichtete. Zum anderen behauptet eine anonyme Klägerin, dass sie selbst und eine Freundin abwechselnd von ihm und dem Singer-Songwriter Aaron Hall vergewaltigt wurden. Sie sagte ebenfalls aus, dass sich Diddy einige Tage darauf ihr gegenüber körperlich gewalttätig gezeigt hätte.