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TV-Kritik

Erfrischend unspektakulär: So kehrte Jan Böhmermann mit dem „Neo Magazin Royale“ aus der Sommerpause zurück

Jan Böhmermann und seine ZDF-Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ haben sich nach einer zweieinhalbmonatigen Sommerpause zurückgemeldet. Am 29. August 2019 erschien die 152. Aussage der Sendung.

Bereits einen Tag vorher veröffentlichten sie einen Teaser zum Staffelauftakt. Darin parodierte der Moderator nahezu perfekt den Düsseldorfer Rapper Kollegah und seinen Mentoring-Life-Coaching-Wahn.

Die Sendung begann stark: Das Serien-Intro von „Alf“ wurde detailgetreu nachgespielt. Etliche Mitglieder von Böhmermanns Ensemble hatten darin einen kurzen Auftritt: Florentin Will, William Cohn, Larissa Rieß, Miquel Robitzky, Giulia Becker, Max Bierhals, das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld und Marcel Magic.

Es fiel auf: Ralf Kabelka, der von Folge 35 bis 136 als Sidekick Böhmermanns fungierte, scheint nicht mehr dabei zu sein. Nach seinem Ausstieg als Sidekick fungierte er zunächst als Ensemble-Mitglied. Er war hin und wieder in Einspielern zu sehen oder moderierte Studio-Spiele. Sein Fehlen im Intro der Sendung lässt ferner darauf schließen, dass er Kabelka ganz raus ist.

Nach dem Alf-Intro folgte das eigentliche Intro des „Neo Magazin Royale“. Jan Böhmermann erschien, teilte einen kurzen Stand-Up, machte sich über den Song des CDU-Spitzenkandidaten Info Senfleben lustig, riss ein paar Saarland-Witze, stellte die Band vor und ging zu seinem Schreibtisch – wie immer unterhaltsam, aber nichts Neues.

Im Vorfeld der Sendung wurde spekuliert, dass Böhmermann die Bombe platzen ließe und offenbaren würde, dass er für den Strache-Skandal zuständig ist.

Sodann ließ der Moderator tatsächlich eine Bombe platzen – aber eine andere und kleinere: Er verriet den Zuschauern im Studio und zuhause, dass er ernsthaft plane, sich als Parteivorsitz der SPD wählen lassen zu wollen. Dafür rief er sogar eine eigene Hompage ins Leben, auf der er seine offizielle Kandidatur ankündigt und erläutert, wie das alles funktionieren kann und soll.

In einer selbstinszenierten Ansprache machte Möchtegern-Kandidat Böhmermann auf die drei Probleme aufmerksam, die ihm momentan noch im Weg stünden: Die Frist für die Einreichung der Kandidatur endet am Sonntag den 01. September 2019, er braucht bis dahin die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband und muss bis dahin Mitglied der SPD sein.



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