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„Glass“ ist das Ende: M. Night Shyamalan beendet seine Trilogie nun auch offiziell

Am 17. Januar startet mit „Glass“ das Ende der sogenannten „Eastrail 177“-Trilogie in den deutschen Kinos. Vor fast zwei Jahrzehnten erschuf Regisseur M. Night Shyamalan in „Unbreakable“ zwei Figuren, die arg an Superhelden erinnerten. Oder eben Spinner waren, die sich für solche hielten. Samuel L. Jackson spielte den wahnsinnig cleveren, aber durch eine Krankheit sehr verletzlichen Elijah Price. Bruce Willis entdeckte als David Dunn seine besonders starken Muskeln und die Fähigkeit, die Sünden von Menschen durch bloße Berührung zu erkennen.

„Unbreakable“ endete mit der Erkenntnis, dass Price ein Terrorist ist, der etliche Menschen getötet hat, um den unzerbrechlichen Dunn zu finden. Price, der sich auch Mr. Glass nennt, wanderte in eine Anstalt, in der nun auch „Glass“ spielt. Dunn und Price sitzen beide dort fest, als dritter Gefangener wird Kevin (James McAvoy) ebenfalls dort festgehalten. Kevin ist ein Mörder und Entführer, 2016 hielt er im Film „Split“ mehrere junge Frauen fest und terrorisierte sie mit seinen multiplen Persönlichkeiten. Der Thriller endete mit keinem Happy End, aber mit einer Überraschung: Im Abspann war plötzlich Bruce Willis als David Dunn zu sehen.

Den Zuschauern wurde schlagartig klar, dass „Split“ die Fortsetzung zu „Unbreakable“ ist, Regisseur Shyamalan gelang mal wieder ein erfolgreicher Twist – nach einer langen Reihe von Filmen, die bei Kritik und Publikum durchfielen. Jetzt, zwei Jahre nach „Split“, kommt also „Glass“ in die Kinos. Und Fans der Trilogie hoffen nicht nur auf ein besonderes Zusammentreffen der drei speziellen Charaktere, sondern – zumindest einige von ihnen – auf ein größeres Universum. Immerhin haben Marvel und jetzt ja sogar Warner Bros. gezeigt, dass man mit mit Superheldenwelten jede Menge Geld machen kann.

Kooperation

Den Trailer zu „Glass“ könnt Ihr Euch hier anschauen:

Den Gedankenspielen zu weiteren Fortsetzungen der Filmreihe hat der Regisseur direkt nach der Premiere des Films einen Riegel vorgeschoben. Nach „Glass“ ist definitiv Schluss mit „Eastrail 177“. Zu Fortsetzungen oder einem anderweitigen Ausbau der Geschichte sagte er: „That’s not interesting to me.“ Auf die Frage eines Reporters von Vulture erklärte Shyamalan, dass er zu den meisten seiner Filme die Rechte an einer Fortsetzung besitzt. Aber eben aus dem Zweck, damit kein anderer Regisseur eine Fortsetzung drehen kann. Auch mit „Glass“ wolle er sich so verhalten, selbst wenn der Film ein Hit an den Kinokassen wird – wonach es Prognosen zufolge stark aussieht.

Kurz vor dem Kinostart erklärte Shyamalan auch, dass er James McAvoys Figur (Die Horde) eigentlich schon in „Unbreakable“ zeigen wollte. Bruce Willis sollte als David Dunn gegen ihn kämpfen, bevor er das Geheimnis von Price lüftet. Allerdings wäre „Unbreakable“ dann zu überladen gewesen, weshalb der Regisseur und Autor lieber auf eine Trilogie setzte, die nun mit viel Verspätung abgeschlossen wird.

Übrigens: Wer sich frisch zum Kinostart über „Glass“ informieren will, der sollte unseren neuen Podcast „Die Streifenpolizei“ abonnieren. Rolling Stone und Musikexpress haben sich zusammengetan und reden auf Spotify, iTunes und Deezer über aktuelle Filme und aktuell das Kinojahr 2018. Am 17. Januar wird „Glass“ das Thema des Podcasts sein. Hier gibt es alle weiteren Infos. 


„Glass“-Kritik: Der entscheidende Twist zu viel
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