Kanye West: Kritik wegen antisemitischer Tweets und Kommentare

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Am 08. Oktober postete Kanye West einen (mittlerweile gelöschten) Tweet, in dem er sich antisemitisch äußerte und mit den Worten beendete: „Das Lustige ist, ich kann gar nicht antisemitisch sein, weil Schwarze Menschen eigentlich Juden sind. Außerdem habt ihr lange genug mit mir gespielt und versucht jeden, der sich eurer Agenda widersetzt, fertig zu machen.“

Die „Black Jewish Entertainment Alliance“ erklärte daraufhin: „Yes letztes Statement über die jüdische Gemeinde ist verletzend, angreifend und falsch.“

Schauspieler*innen wie Jamie Lee Curtis und Sarah Silverman äußerten sich ebenfalls zu Kanye Wests Tweet. Curtis schrieb auf Twitter: „Der heiligste Tag des jüdischen Glaubens war letzte Woche. Worte bedeuten etwas. Eine Drohung an die Juden endete mal in einem Genozid.“

Mit „heiligster Tag“ bezieht sie sich auf Jom Kippur. Auf Deutsch Versöhnungstag oder Versöhnungsfest genannt, beginnt dieser am 04. Oktober und endet am 05. Oktober.

Schauspielerin und Komikerin Sarah Silverman verfasste folgenden Tweet: „Kanye drohte den Juden gestern auf Twitter und es ist nicht in den Trends. Warum beschweren sich hauptsächlich Juden über Hass gegenüber Juden? Das Schweigen ist zu laut.“

Kanye erntete in der selben Woche bereits negative Kritik wegen seiner „White Lives Matter“-Kleidung und einem Auftritt mit der rechtskonservativen Candace Owens. Kurz darauf soll er auf Instagram behauptet haben, dass Sean „Diddy“ Combs von jüdischen Personen kontrolliert würde. Auf Twitter wiederum warf er Mark Zuckerberg Cancel Culture vor, weil er ihn bei Instagram habe blockieren lassen.


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