Manic Street Preachers distanzieren sich von Biopic über Richey Edwards

Die Manic Street Preachers haben verkünden lassen, dass sie mit dem bevorstehenden Biopic über ihren ehemaligen Gitarristen Richey Edwards nichts zu tun haben werden.

Eine Pressesprecherin der Band erklärte auf Anfrage des Musikmagazins „NME“ weiterhin, die Briten würden sich dementsprechend auch zukünftig nicht weiter zu dem Thema äußern.

Edwards gilt seit 1995 als vermisst, nachdem sein Auto nahe der Severn Bridge in Wales, einem „beliebten“ Ort für Suizide, gefunden worden war. 2008 wurde der Musiker schließlich offiziell für tot erklärt. Nichtsdestotrotz soll die Band bis heute 25 Prozent ihrer Einnahmen auf ein Konto zahlen, auf das Edwards im Falle seiner Rückkehr Zugriff hätte.

Das Leben des Musikers soll nun als Vorlage für Lindy Heymanns neuen Film „4Real“ dienen. Heymann ist vor allem für ihre Produktion verschiedener Musikvideos bekannt. So arbeitete sie in der Vergangenheit unter anderem mit Paul McCartney, Suede und The Specials zusammen.

Der Filmtitel ist eine Anspielung auf Edwards‘ berühmt-berüchtigte Reaktion auf eine Frage, die „NME“-Reporter Steve Lamacq der Band einst während eines Interviews stellte. So schnitt sich der Musiker ebenjene Worte spontan mit einem Rasiermesser in den Arm, nachdem Lamacq gefragt hatte, wie ernst es die Band mit ihrer Musik meine.

Berichten zufolge litt Edwards unter schweren Depressionen, die sich unter anderem in selbstverletzendem Verhalten zeigten und außerdem in den düsteren Texten des Musikers wiederfinden ließen.

Das im Januar 2019 erschienene Buch „Withdrawn Traces“, für das sich auch erstmals Edwards‘ Schwester Rachel Elias zu Wort meldete, beschäftigt sich mit der Theorie, der Musiker könnte seinen Tod nur inszeniert haben. Demnach sei Edwards kurz vor seinem Verschwinden besessen davon gewesen, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und als Aussteiger zu leben.

Die Manic Street Preachers wurden 1986 (damals noch unter dem Namen Betty Blue) gegründet und konnten im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Chartplatzierungen in den vorderen Reihen für sich beanspruchen.

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Ihr aktuelles Album RESISTANCE IS FUTILE  (2018) erhielt von Musikexpress-Autor Reiner Reitsamer für seinen „kitschigen Gitarrenpop und ungeniert altmodischen Hardrock“ viereinhalb Sterne.

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