ME 12/21

Mit großem Grunge- & Musikdoku-Special, Damon Albarn & IDLES: Der neue Musikexpress ist da!

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Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

GRUNGE UND GETRÄNKE

1991 – Backstage nach einem Gig, eine Kamera begleitet Sonic Youth während des Gitarrenrock-Sommers, der alles verändern sollte. Die Band um Kim Gordon war zu der Zeit ein großer Name im immer weiter anschwellenden Alternative-Zirkus. Doch nun betritt ihre Vorband jener Tage die Szenerie, die kennen dagegen bis dato bloß Insider. Die überdrehten Typen fangen an, mit Getränken rumzusauen, entfachen eine Schlacht am Catering-Buffet.

Coole Aktion oder nervige Rock’n’Roll-Attitüde? Der Band scheint es egal, sie ist halt der krawallige Underdog – gerade erst hat sie ihr zweites Album fertig aufgenommen. Es soll im Herbst jenes Jahres erscheinen, sein Titel NEVERMIND. Dass es den Grunge-Urknall beziehungsweise -Sündenfall darstellen wird, ahnt hier noch niemand.

Diese ME-Ausgabe reist zurück ins schicksalsträchtige 1991, hier veröffentlichten neben jenen Nirvana unter anderem Pearl Jam, Screaming Trees, Mudhoney und Smashing Pumpkins zentrale Platten ihres Schaffens. Ach so, und woher wir das mit der Backstage-Schlacht denn bitte so genau wissen wollen? Ganz einfach, man sieht es in der Dokumentation „Sonic Youth –1991: The Year Punk Broke“. Musikdokus sind nämlich ein weiterer Schwerpunkt dieser Nummer. Alle Macht dem Weiterschauen.

Der Musikexpress 12/2021 – die Themen im Überblick:

30 Jahre Grunge – Es war einmal in Seattle

Mit den Erfolgen von Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden kam Punk vor 30 Jahren als Reimport im US-Mainstream an. Die Alben NEVERMIND, BADMOTORFINGER und TEN bildeten die Blaupause für den Siegeszug des Alternative Rock. Ihren Schöpfern haben sie wenig Glück gebracht.

Damon Albarn: „Kreativ zu sein war schon immer Segen und Fluch“

Nach langen Abständen veröffentlichte Damon Albarn zuletzt neue Alben seiner Bands Blur und The Good, The Bad & The Queen und sogar drei mit den Gorillaz. Nun kehrt der Tausendsassa zu seinem Solowerk zurück und besingt auf THE NEARER THE FOUNTAIN, MORE PURE THE STREAM FLOWS die betörende Natur seiner zweiten Heimat Island. Ein Album als Soundtrack zur Coronakrise.

BadBadNotGood – Mehrgenerationenhaus des Jazz

Von der Coverband zum „coolest thing ever“. Der Aufstieg der kanadischen Jazztruppe Badbadnotgood zu Darlings der HipHop-Welt ist einmalig. Nach fünfjähriger Wartezeit legen sie mit TALK MEMORY endlich ihr neues Album vor.

IDLES – Traumata in kleine Päckchen gepackt

Der Lockdown hat die Band aus dem britischen Bristol nicht verstummen lassen, Idles kommen mit der Lust auf Experimente aus der Pandemie-Pause. Ihr Frontmann und Sänger Joe Talbot scheint mit sich und seiner von Drogenmissbrauch bestimmten Geschichte Frieden gefunden zu haben. Das neue Album CRAWLER zehrt davon. Ein Beinahe-Crash war der Auslöser für die Songs.

The War On Drugs: „Es kroch langsam in mein Leben rein“

Adam Granduciel hat mit The War On Drugs einen Grammy gewonnen, wurde von den Rolling Stones engagiert und ist seit zwei Jahren Vater. Die Dunkelheit ist deshalb nicht aus seinen schillernden Rocksongs verschwunden, aber die Perspektive darauf ist eine andere geworden.

Musikdoku-Spezial – Diese 60 Filme solltest Du gesehen haben

Musikdokumentationen … Wer braucht so was denn heute noch?, könnte man sich fragen. Wo doch quasi alle Künstlerinnen und Künstler (okay, Die Ärzte vielleicht ausgenommen) die Onlineplattformen tagtäglich mit irgendwelchen Videoschnipseln zuparken.

ME-Heldinnen: Malaria! – Frau auf der Flucht

Als Berlin eine Insel der Deserteure war, fanden im Underground fünf Frauen zusammen, die den Sound der dunklen Eighties prägten. Ihre Band Malaria!, eine Gruppe mit Ausrufezeichen, war auch deshalb so groß, weil sie ihr warmes Underground-Nest immer wieder verließ. Und immer bleiben sollte, wie ihre Musik klang: kompromisslos und widerständig.

Außerdem im Heft:

>>> zur Musikexpress-Playlist für alle!

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Der neue Musikexpress – vom 11. November 2021 an am Kiosk sowie von Zuhause aus als E-Paper erhältlich


Jan Müllers „Reflektor“-Kolumne, Folge 10: Warum keine Band den unvermeidlichen Verfall so treffend besungen hat wie Superpunk
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