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Naturschutz vs. Rock am Ring: Molche und Co. gefährden Umzug nach Mönchengladbach

Kammmolche, Eisvögel und Teichrohrsänger haben es gern leise und werden nicht gern von Festivalgängern zertrampelt. Diese Tatsache müssen der Rock-am-Ring-Veranstalter und der Betreiber der angepeilten neuen Location in Mönchengladbach nun bei ihrer Planung berücksichtigen. Während die Freude, das Festival 2015 im JHQ auszutragen, auf beiden Seiten bereits groß ist, könnte ihnen der Naturschutz der dortigen Feuchtgebiete noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Marek Lieberberg steckt bereits in Diskussionen mit Geländebetreiber Michael Hilgers, Anträge für den priorisierten, neuen Festival-Ort sind bereits gestellt worden. Doch bereits zuvor war für ein kleineres Festival eine entscheidende Frage aufgekommen: Wie vereinbart man den Schutz bedrohter Tierarten mit Großveranstaltungen auf dem Gelände? Alle Beteiligten zeigen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch optimistisch, Umsetzungsstrategien werden in den kommenden Wochen erarbeitet, so beide Parteien gegenüber RP Online.

Ende Mai hatte Rock-am-Ring-Veranstalter Lieberberg verkündet, dass das Festival nicht länger am Nürburgring stattfinden könne. Differenzen beim Vertragsabschluss und das von einem anderen Veranstalter geplante Festival „Grüne Hölle“ hatten eine weitere Zusammenarbeit unmöglich gemacht.


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