Toggle menu

me.ow

Suche

Neunjähriger Yung Lenox mischt die HipHop-Szene auf

von

Die Autorin dieser Zeilen ist sich ziemlich sicher, dass sie damals, mit vielleicht sieben Jahren, die Stimme von Zazu aus „König der Löwen“ imitiert habe. Zudem hat sie versucht, ihrem Teddybären Mathe beizubringen. Ja, sie war ein ganz besonderes Kind. Der in Seattle lebende Lenox ist auch ein besonderes Kind, aber auf eine viel, viel coolere Art.

Der heute neunjährige Yung Lenox mischt die HipHop-Szene gerade etwas auf. Er musiziert nicht etwa, sondern macht sich sein künstlerisches Talent zunutze und illustriert – seit er sieben Jahre alt ist – bekannte HipHop-Alben und -Künstler. Die Leidenschaft zum HipHop und zur Zeichnerei hat Lenox von seinem Vater Skip, der Graffiti-Künstler und Autor ist. Die von ihm portraitierten Künstler wurden auf seinen Sohn aufmerksam und so hat Lenox bereits mit Raekwon abgehangen, mit Action Bronson Tic-Tacs gegessen und sich mit E-40 in Clubs geschlichen. 

Aus diesem Grund haben die Regisseure Stacey Lee und Anthony Mathile auch eine 16-minütige Dokumentation mit dem Namen „Live Fast, Draw Yung“ über den kleinen Virtuosen und seinen Vater gedreht. „Live Fast, Draw Young“ wird auf der ganzen Welt gezeigt—vom Tribeca Film Fest (April 2015) in New York bis zum Melbourne International Film Festival in Australien vor ein paar Wochen. Ob und wann der Kurzfilm auch in Deutschland zu sehen ist, ist noch nicht bekannt. Seht den Teaser zum Film hier:

http://youtu.be/ea8kY-Hi_ws

In einem Interview mit „Complex“ erzählen die Regisseure Stacey Lee und Anthony Mathile über die Atmosphäre beim Dreh und der Arbeit mit Lenox und seinem Dad Skip: Es ist einfach super cool, die Verbindung zwischen Lenox und Skip mitzubekommen. Beide teilen diese Leidenschaft für Kunst miteinander. Skip bringt Lenox bei, wie man Schatten macht und koloriert—und natürlich einiges über die Helden seiner Jugend. Lenox wiederum verbringt Zeit mit seinem Vater und den Hobbys, die ihm am meisten Spaß machen. Einen Vater dabei zu sehen, wie er mit seinem Kind auf eine so ehrliche und gehaltvolle Art Zeit verbringt, war einfach supercool für uns. Es hat definitiv auch dazu geführt, dass wir uns ein paar Gedanken über unsere eigene Beziehung zu unseren Eltern gemacht haben—und darüber, was wir wohl für Eltern wären.“ Sie fügten hinzu: „Wir hatten nie vor, einen Film von diesen Ausmaßen zu machen. Der ganze Prozess muss natürlich ablaufen – keine Erwartungen, kein Druck. Alles, was nach der ersten Premiere geschehen ist, war ein Bonus. “

Hier Vater und Sohn mit großem Coolness-Faktor:

 

Do we listen to listen @e40 in this house ? YUP

A video posted by @yunglenox on

Der Junge ist übrigens schon auf dem besten Weg mit seiner Kunst ordentlich Schotter zu machen. Denn Yung Lenox bekommt für seine Filzstift-Cover von zum Beispiel ENTER THE WU-TANG (36 CHAMBERS) oder AS NASTY AS THEY WANNA BE von der 2 Life Crew mittlerweile Geld. Es gibt einen eigenen Shop und auf seinem Instagram-Account gibt es neben zahlreicher Skizzen auch Poser-Bilder mit Action Bronson und Stars, die seine Bilder auf T-Shirts druckten.

Folge MEOW auf Facebook und dein Leben wird jeden Tag ein bisschen besser.