ONCE UPON A TIME IN SHAOLIN: Wu-Tang Clans irrer Albumverkauf wird zu Netflix-Film

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Die Geschichte zu Wu-Tang Clans Album ONCE UPON A TIME IN SHAOLIN wird jetzt zu einem Netflix-Film. Im Fokus der Story wird der Verkauf der Platte bei einer Auktion an den Hedgefondsmanager Martin Shkreli für zwei Millionen US-Dollar stehen.

Das steckt dahinter: Die HipHop-Gruppe Wu-Tang Clan produzierte lediglich eine physische Kopie ihrer 31-Track-Doppel-LP ONCE UPON A TIME IN SHAOLIN. Diese siebte Platte wurde damals heimlich von der Band eingespielt – sie brauchten dafür ganze sechs Jahre. Im Mai 2015 wurde das Album dann für zwei Millionen US-Dollar bei einer Auktion an einen geheimen Bieter versteigert.

Der glückliche Käufer des Ausnahmewerks: der Hedgefondsmanager Martin Shkreli. Diese Info kam im Dezember 2015 heraus. Also gerade mal drei Monate nachdem Shkreli in den Schlagzeilen war, weil er auch die Macht besaß den Preis für ein Aids- bzw. Krebs-Medikament in unfassbare Höhen schießen zu lassen (von 13.50 US-Dollar auf derbe 750 US-Dollar pro Tablette). Wu-Tang Clan erfuhren auch erst im Dezember von der Identität des Käufers und waren alles andere als froh darüber. Sie spendeten daraufhin einen Großteil der Platteneinnahmen. Shkreli selbst versuchte später die LP bei eBay für eine Million US-Dollar zu verkaufen, doch musste letzte zurückrudern, da er dafür gar nicht die Rechte besaß. Nicht mal Wu-Tang-Clan-Mitglied RZA konnte die Platte zurückkaufen. Und nicht mal im Netflix-Film wird die Musik vom Album zu hören sein. Denn: Das 88 Jahre bestehende Urheberrecht macht eine kommerzielle Veröffentlichung bis zum Jahr 2103 (!) unmöglich.

Wie Collider berichtet, wird Paul Downs Colaizzo („Brittany Runs a Marathon“) bei dem Film die Regie übernehmen und RZA die Produktion – zusammen mit Brad Pitts Plan B. Der Drehbuchautor Ian Edelman („How to Make It in America“) arbeitet zudem an Colaizzos ersten Entwurf des Skripts. Wann der Film bei Netflix erscheinen wird, ist jedoch noch unklar.



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