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Pennywise als Box-Office-Monster: „Es“ entwickelt sich zum Hype-Film des Jahres

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In Deutschland müssen die Zuschauer sich noch etwas gedulden, erst am 28. September 2017 startet die Stephen-King-Neuverfilmung „Es“ in den deutschen Kinos. Der Film von Andrés Muschietti ist nur der erste von zwei Teilen und zeigt die Gründung des Losers Club, der es in der Kleinstadt Derry mit einem Monster aufnimmt, das zumeist die Form des Clowns Pennywise annimmt. In den USA und einigen anderen Ländern ist „Es“ am Wochenende gestartet und hat diverse Kassenrekorde pulverisiert.

In den USA spielte der Film an seinem ersten Wochenende 117 Millionen Dollar ein, mit Screenings im Ausland kommt „Es“ nun bereits auf 180 Millionen Dollar. Und dass, obwohl der Film ein R-Rating hat, also nur für ein erwachsenes Publikum zugänglich ist. Noch nie ist ein Film im Monat September so stark angelaufen. In Deutschland ist der Film ab 16 Jahren freigegeben. Die Altersfreigabe konnte „Es“ aber nicht daran hindern, den erfolgreichsten Filmstart eines Horrorfilms aller Zeiten hinzulegen.

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Der Film zeigt, wie lukrativ und beliebt das Horror-Genre 2017 ist. Zwischen all den Superhelden-Fortsetzungen und Franchises sorgten in diesem Jahr „Get Out“ und nun eben „Es“ für die wirklichen Hypes. „Es“ hat in der Produktion „nur“ 35 Millionen Dollar gekostet, die Marketingkosten dürften sich ebenfalls in Grenzen halten. Denn der Film wurde bereits 2016 vom Horrorclown-Quatsch beworben, obwohl er damit überhaupt nichts zu tun hatte. Des Weiteren ist die Romanvorlage weltweit bekannt und die erste Verfilmung des Stoffes aus dem Jahr 1990 krankte an vielen Stellen, was „Es“ zu einem der wenigen Remakes macht, auf das sich Fans der Vorlage tatsächlich freuen.

Der Club der Loser in „Es“. Die Kinderdarsteller werden vom Publikum besonders gelobt.

Bill Skarsgård übernimmt in der Neuverfilmung die Rolle des Clowns Pennywise, ist aber dennoch nicht die große Stärke der Geschichte, die im Kern ein Jugenddrama über die Schwelle zum Erwachsenwerden ist. In der Romanvorlage hat Stephen King den Eintritt in einen Lebensabschnitt der Kinder mit einer Orgie in den Abwasserkanälen der Stadt Derry beschrieben, in der die sechs Jungs im Losers Club alle mit Bev, dem einzigen Mädchen der Gruppe schlafen. Wie in der ersten Verfilmung entschieden sich die Produzenten auch 2017 dafür, diese in der Vorlage enorm wichtige, aber dennoch höchst fragwürdige Szene besser auszulassen und dem absehbaren Shitstorm auszuweichen.

Der zweite Teil der Geschichte wird vermutlich 2019 in die Kinos kommen. Die Kinderdarsteller werden dann nicht mehr dabei sein, die Geschichte wird Jahre später fortgesetzt. Die Loser sind dann erwachsen und kehren in ihre Heimatstadt zurück, um ein letztes Mal gegen „Es“ zu kämpfen.

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