Placebos Stefan Olsdal hat einen offenen Liebesbrief an die LGBTQ-Community geschrieben

„Ich bin perfekt so wie ich bin und es ist GAR NICHTS falsch daran, wie ich bin oder was ich fühle.“

Stefan Olsdal hat einen offenen Liebesbrief an die LGBTQ-Community geschrieben. Für das Billboard-Magazin, das im Zuge des „Gay Pride Month“ diverse Prominente um das Verfassen solcher Liebesbriefe bat, erinnert sich der Placebo-Bassist ausführlich an die Schikanen, die ihm seine Familie und sein Umfeld als homosexueller Jugendlicher vor und nach seinem Coming-Out in den Weg legten.

Olsdal schildert unter anderem, dass sein gesamtes Heranwachsen von einem Gefühl der Isolation bestimmt worden sei. Er berichtet von einem Mitschüler, in den er unsterblich verknallt gewesen sei, ihm dies aus Angst vor Abweisung und Aggression aber nie gesagt habe. Von Geheimnissen, Lügen und Scham als Folge solcher Umstände. Von homophoben Witzen seines Vaters und von einem Motel, in dem ihm kein Zimmer gegeben wurde, weil er mit einem anderen Mann dort übernachten wollte.

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Schließlich dankt Stefan Olsdal der LGBTQ-Community für seine Erkenntnis, die auch andere Betroffene so dringend finden sollten: „Die LGBTQ-Community hat mir die Kraft gegeben, Anderssein nicht als Schwäche, Fluch oder gar Krankheit zu verstehen. Im Gegenteil: Ich bin perfekt so wie ich bin und es ist GAR NICHTS falsch daran, wie ich bin oder was ich fühle. Was meine Achillesferse, mein schwächster Punkt war, ist jetzt mein Schutzschild. Dafür werde ich mein Leben lang dankbar sein.“

Lest hier den vollständigen Brief von Stefan Olsdal. Neben dem britischen Musiker haben bisher unter anderem Tove Lo, Ariana Grande, James Bay und Dan Reynolds (Imagine Dragons) an der Billboard-Reihe teilgenommen.

Placebo traten zuletzt beim britischen Meltdown-Festival auf und coverten dort „Let’s Go To Bed“ von The Cure. Deren Sänger Robert Smith kuratierte das diesjährige Festival.

Placebo veröffentlichten 2013 ihr siebtes und bisher aktuelles Studioalbum LOUD LIKE LOVE.

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