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„Raumpatrouille Orion“: Fortsetzung nach über 50 Jahren

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Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ war die erste deutsche Science-Fiction-Serie. Besonders waren vor allem die billig anmutenden Spezialeffekte und die Ausstattung der Kommandozentrale, die noch 50 Jahre nach der Erstausstrahlung amüsieren. So bestanden Lampen aus Plastikbechern und Bügeleisen verirren sich im Steuerpult.

Bald feiert die Kult-Serie unter dem Namen „Orion“ ihr Comeback. Diese wird zurzeit von Bavaria Fiction und Uncharted Territory produziert. Dem Medienmagazin „DWDL“ bestätigte Bavaria Film die Produktion nun. Ein erster Bericht darüber erfolgte bereits durch „Variety“.

In diesem erklärt Volker Engel von Uncharted Territory: „Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns von einer Persiflage oder einem komödiantischen Ansatz fernhalten wollen, denn eine Tatsache war uns immer sehr wichtig: Die Schöpfer des Originals nahmen es sehr ernst und betteten die Serie in das politische und soziale Klima Europas in den 60er Jahren ein.“

Über die „Raumpatrouille Orion“

Die Neuauflage der Serie setzt an die Geschichte um Commander Cliff Allister McLane (Dietmar Schönher) und seiner Crew an. Diese beschützten die Erde vor den Frogs, einer außerirdischen Spezies. Die Fortsetzung spielt jedoch mit neuen Charakteren. Produziert wird von Volker und Gesa Engel sowie Lucia Scharbatke und Nina Maag von Bavaria Fictions. Highlights aus dem Vorgänger, wie beispielsweise der Unterwasser-Club Starlight Casino, sollen beibehalten werden. Außerdem spielen aktuell diskutierte Themen wie der Klimawandel eine wichtige Rolle in der Serie.

So erklärte Engel gegenüber „Variety“, dass die Serie für den Umweltschutz wirbt, damit dieser zukünftig nicht allein Thema der Politik wird, denn es ist „das einzige Mittel, um das Überleben der Menschheit zu garantieren.“

„Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ war die erste und bekannteste deutsche Sci-Fi-Serie aus den Sechzigerjahren. Dennoch wurden von der Schwarz/Weiß-Serie nur sieben Folgen für die ARD produziert. Durch „Wiederholungen (später auch in Sat.1) entwickelte sich aber eine Art Kult um die Serie, die auch heute noch vielen ein Begriff ist,“ so „DWDL“. Nachfolgend war sie Teil des Rahmenprogramms der Berlinale in den Achtzigerjahren, bespielte Leinwände in deutschen Kinos und wurde zusätzlich in Universitäten gezeigt.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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