Razzia bei Marilyn Manson nach Missbrauchsvorwürfen

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Das Haus von Marilyn Manson in West Hollywood wurde am Montag (29.11.) vom Los Angeles County Sheriff’s Department durchsucht. Dazu waren auch mehrere Spezialeinheiten vor Ort. Quellen der Online-Boulevardzeitung „TMZ“ bestätigten, dass der Musiker Ziel der Razzia war.

Mögliches Beweismaterial sichergestellt

Dem Durchsuchungsbefehl liegen verschiedene, dem Musiker vorgeworfene, sexuelle Übergriffe zu Grunde. Brian Hugh Warner, wie der 52-Jährige mit bürgerlichem Namen heißt, war bei der Kontrolle nicht zu Hause. Unter den beschlagnahmten Gegenständen sollen Festplatten und andere Medienspeicher als mögliches Beweismaterial gewesen sein.

Manson soll seine Opfer in eine Zelle gesperrt haben

Zuletzt wurde durch Recherchen des amerikanischen „Rolling Stone“ publik, dass Manson seine früheren Partnerinnen immer wieder in einen kleinen, schalldichten Raum eingesperrt haben soll – eine von ihm erdachte Strafe, wenn sich die Frauen nicht so verhalten haben, wie von ihm gewollt. Ob die Polizei jene angeblich durch Schaumstoff gedämpfte Gefängniszelle gefunden hat, ist nicht bekannt.

Mehr als ein Dutzend Frauen bezichtigen ihn des Missbrauchs

Mindestens 15 Frauen, darunter Schauspielerin und Ex-Freundin Evan Rachel Wood, beschuldigen den Sänger des sexuellen, physischen oder psychischen Missbrauchs. Von einigen wird er sogar der Vergewaltigung bezichtigt. Zwar hat Manson in der Vergangenheit alle Anschuldigungen bestritten und behauptet, dass seine Anklägerinnen „zynisch und unehrlich versuchen, die #MeToo-Bewegung zu Geld zu machen und auszunutzen“, indem sie einen „koordinierten Angriff starten“.

Vor zwei Wochen gab ein Anwalt des 52-Jährigen jedoch bekannt, der Sänger sei offen für Vergleichsgespräche mit einer nicht genannten Ex-Freundin. Sie behauptet, er habe sie 2011 vergewaltigt. Bei einer Gerichtsanhörung am 19. November sagte der Verteidiger Stephen D. Rothschild, dass der Rockstar offen für Gespräche mit der anonymen Ex-Partnerin sei. Er sagte auch, dass „eine Mediation“ für andere Ankläger „in Aussicht“ sein könnte.


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