Reunion: Smashing-Pumpkins-Gründungsmitglieder geben Tour bekannt, Zoff mit D’Arcy Wretzky geht weiter

von

Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell bestätigt: Drei der vier Gründungsmitglieder der Smashing Pumpkins gehen ab Juli auf Reunion-Tour in den USA.

Billy Corgan, James Iha und Jimmy Chamberlin werden dabei in drei Monaten 36 Konzerte im ganzen Land geben. Die Größe der Venues ist dabei als gewagt zu formulieren: Nicht nur in Metropolen, wie New York oder ihrer Heimatstadt Chicago, werden die Pumpkins in Multifunktionsarenen auftreten, deren Kapazität über 20.000 Besuchern liegt, auch in weniger dicht besiedelten Städten, wie Omaha oder Nampa im „Fly-Over State“ Idaho, trauen sich Corgan und Co. an die größten verfügbaren Basketballtempel.

Weiter ungeklärt ist, wer die drei Gründungsmitglieder auf der Tour, deren Setlists ausschließlich aus den ersten fünf Alben der Bandhistorie bestehen sollen, am Bass begleiten wird. Gerüchten zu Folge seien sich die Smashing Pumpkins jedoch bereits mit Jack Bates einig, der zuletzt in Peter Hooks Joy-Division-/New-Order-Coverband angestellt war.

Reunion und Streit

Während 3/4 der originalen Smashing Pumpkins ihre unter dem Titel „Shiny And Oh So Bright“ firmierende Tour promoten, läuft im Hintergrund der Zoff mit Bassistin D’Arcy Wretzky weiter.

Nachdem Wretzky über ihre Beziehung zu Corgan ausgepackt hatte und aufgrund seiner widersprüchlichen Aussagen ihr gegenüber vermutete, dass er an einem Hirmtumor leide, reagierte nun nicht Corgan, sondern auch seine ehemalige Mitmusikerin Linda Strawberry.

Auf einer inoffiziellen Pumpkins-Fanseite bei Facebook mutmaßte die Musikerin über den Zustand Wretzkys und sprach ein „erschreckendes“ Foto an, das von ihr bestehe.

Einige Stunden später postete Mancow Muller, seines Zeichens Radio-DJ aus Chicago und enger Freund Corgans, eben jenes „erschreckende“ Foto, das D’Arcy Wretzky in einem desolaten körperlichen Zustand zeigen soll.

Nachdem im Anschluss über möglichen Drogenmissbrauch Wretzkys diskutiert wurde, klinkte sich Strawberry erneut in die Facebook-Diskussion ein und erklärte, das Foto sei von Wretzky als Beweis eines brutalen Überfalls ihres ehemaligen Assistenten aufgenommen worden. Wretzky habe einen „privaten Albtraum“ durchlebt, doch jeder sollte irgendwann nach vorne blicken, so Strawberry.

Weder Wretzky noch die nun als Smashing Pumpkins tourenden Musiker haben sich zu Mancow Mullers Aktion geäußert.

Und ach: Ob die zu 75 Prozent wiedervereinigten Original-Pumpkins auch nach Europa oder gar Deutschland kommen werden, ist bisher nicht bekannt.


Die zehn besten Songs mit einem Moog-Synthesizer
Weiterlesen