Album der Woche

77:78 Jellies


Heavenly/[PIAS] Coop/Rough Trade

Die Isle of Wight muss ein windumtoster Ort sein. Wer dort aufwächst, steht sicher oft am Strand, guckt über den Atlantik und stellt sich vor, dass da drüben Amerika ist. Ostküste, Land, Land, Berge, Westküste. Dort bleibt man dann in Gedanken. So zumindest fühlt sich JELLIES an, das erste Album, das Aaron Fletcher und Tim Parkin unter dem Namen 77:78 aufgenommen haben. Wir erinnern uns: Die beiden Inselbewohner spielten einst bei The Bees, deren Retrosound psychedelisch und nett, aber allzu epigonal klang. Auch JELLIES hat Patina – aber außerdem: unwiderstehliche Songs. Psych-Pop im Calypsoschritt. Beach-Boys-Harmonien über seidentuchdünnen Melodien.

Den Instant-Hit „Love Said (Let’s Go)“ hätten auch die Allah-Las aufnehmen können, wären sie in ihren wilden 70s-Träumen mal mehr tanzen als surfen gegangen. „ESTWD“ zieht langsam seine Kreise, und bei „Pour It Out“ ist der Titel Programm: Westcoast-Pop aus vollen Eimern. Aus der Ferne weht der Sound müder Bläser herüber, erinnert daran, wie toll es doch wäre, eine Bootsparty zu feiern, mit Drinks und Dekadenz. Bräuchte man nur noch ein Boot.

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