Animal Collective

ISN’T IT NOW?

Domino/Good To Go (VÖ: 29.9.)

Mal superkurz, mal ellenlang: Die Nullerjahre-Psychedelia geht in die Extreme.

Schon immer spielten Animal Collective eine Musik, die klang, als höre man das Werk der Beach Boys durch einen verwunschenen Filter, der Frequenzen ändert und Tonfolgen manipuliert. Wenn dieser Filter wirklich existiert und wenn Animal Collective die Kontrolle über ihn haben, dann haben die Herren Avey Tare, Panda Bear, Geologist und Deakin ihn für das erste Stück ihres zwölften Albums auf niedrigster Stufe eingestellt: „Soul Capture“ groovt auf sonniger Melodie daher, ein bisschen lang für einen Beach-Boys-Song, auf einem Album wie SUNFLOWER oder HOLLAND aber absolut vorstellbar.

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Die Idee hinter ISN’T IT NOW? war es, den experimentellen Arm von den Animal-Collective-Stammdaten abzutrennen. So erklären sich vergleichsweise superkurze Stücke wie „Broke Zodiac“ oder „All The Clubs Are Broken“ – wohlgemerkt keine Zwischenspiele, sondern ausgereifte Songs, allerdings eben unter drei Minuten.

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Das Kontrastprogramm dazu: „Magicians From Baltimore“, ein knapp zehn Minuten langer Psychedelia-Trip, auf dem die Band stellenweise einen sehr direkten und unmanipulierten Rocksound spielt. Mehr als doppelt so lang: „Defeat“, fast 22 Minuten, die beginnen, als stünden die Fleet Foxes mit Alice im Wunderland herum, um sich danach in alle möglichen Richtungen weiterzudrehen: 60s-Psych, 70s-Prog, Geisterbahnpop. Irre lang. Irre gut.

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