Ty Segall

First Taste

Drag City/H’Art (VÖ: 02.08.)

Das ungefähr 14. Album des Kaliforniers: Rock mit dualem Drum-System und einigen bemerkenswerten Non-Rock-Instrumenten.

Koto, Flöte, Bouzouki, Mandoline, Saxofone und andere Bläser, Keyboards. Gemessen an den hier zum Einsatz gelangten Instrumenten, ist FIRST TASTE dann doch ganz klar ein Rockalbum geworden. Eins mit drei scharrrfen „R“, mit Kettensägen-Gitarren und einem stellenweise erdrückenden Bass-Wumms (auf den dann gerne ein Gegenstück folgt in Form von A-cappella-Schönklang).

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Man kann diese Instrumente alle hören und wird sie dennoch nicht (gleich und nicht immer) als solche wahrnehmen, was daran liegt, was Ty Segall aus und mit ihnen macht. Die Flöten zum bluesrockenden Finale von „Whatever“ irren wie ein Haufen alkoholisierter Hummeln durchs Klangbild, die Bläser im düster-roky-ericksonschen „I Worship The Dog“ übernehmen die Rolle eines Keyboards, und stammt das loophafte Intro auf „I Sing Theme“ etwa von einer Bouzouki? Nicht vergessen werden sollte das duale System der Drums. Ein doppelter tribaler Donner, den Segall in Tateinheit mit Charles Moothart produziert, diese Musik will drängen.

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Ansonsten: Viele Songs haben ansprechende Melodien, der Künstler übt sich ganz vorteilhaft am Projekt „schmutzige Hymne“. FIRST TASTE ist ungefähr das 14. Album von Ty Segall in den letzten zehn Jahren, wenn man die Aufnahmen mit White Fence hinzurechnet – und ein halbes Dutzend Projekte unterschlägt.

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