„Star Wars“: Nur George Lucas wollte Story über Darth Vader als Kind

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Unmut über „Star Wars“-Filme gibt es immer wieder und in jeder Art. So ist die Anti-Haltung vieler Fans gegenüber der Prequels, bei denen George Lucas noch selbst Regie führte, keine Ausnahme. Ein altes Interview aus dem Jahr 1999 macht nun aber deutlich, dass zumindest „Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ hätte verhindert werden können.

Wir erinnern uns: In „Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ ging es vor allem um den Neunjährigen Anakin Skywalker, der zu diesem Zeitpunkt noch ein ganz lieber Junge mit einem Faible für Podracer-Rennen zu sein schien. Von dem kaltherzigen Massenmörder Darth Vader war dort noch nichts zu erkennen. Doch gerade von dieser Version wurde George Lucas wohl von vielen Seiten abgeraten. Stattdessen wurde der Filmemacher angehalten, die Trilogie doch direkt mit der Teenager-Zeit des jungen Anakin sowie mit seiner Liebesgeschichte mit Königin Amidala beginnen zu lassen, da die Darstellung eines „netten“ Darth Vader das ganze Franchise zerstören würde.

George Lucas‘ Antwort darauf: „Ich wusste, wenn ich Anakin 15 statt neun gemacht hätte, wäre es besser für den Markt gewesen. Wenn ich die Amidala 18 statt 14 gemacht hätte, wäre es auch marktfähiger gewesen. Aber das ist nicht die Geschichte. Es ist wichtig, dass er jung ist, dass er in einem Alter ist, in dem das Verlassen seiner Mutter eher ein Drama darstellt als mit 15. Man sollte nur das tun, was für den Film richtig ist, nicht das, was für den Markt richtig ist.“

Sogar Fox soll mit Lucas ins Gericht gegangen sein und gesagt haben: „Du wirst das Franchise kaputtmachen, du wirst alles kaputtmachen“. Seinen Kolleg:innen soll er während den Dreharbeiten zu „Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ erklärt haben, dass er gerade ein Werk drehen würde, das niemand sehen wolle.

Zumindest der finanzielle Erfolg gab George Lucas zum Schluss Recht, da der Film ein weltweiter Kassenschlager wurde. Seit dem Verkauf des Franchises an Disney muss er sich letztlich auch nicht mehr für negative Reaktionen auf die „Star Wars“-Streifen verantworten. Das dürfte aktuell ganz in seinem Sinne sein.


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