Studio Ghibli: Kult-Regisseur Hayao Miyazaki kehrt aus dem Ruhestand zurück

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Hayao Miyazaki, 75, macht den Wunsch vieler Fans der Ghibli-Filme aus Japan wahr und wird aus dem Ruhestand zurückkehren. Der Regisseur, der außerhalb Japans für seine Anime-Filme „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Prinzessin Mononoke“ und „Wie der Wind sich hebt“ bekannt ist, hatte eigentlich vor einigen Jahren das Ende seiner Karriere erklärt, in einem Interview nun aber gesagt, dass er doch noch einen weiteren Film inszenieren möchte.

Für das Museum des Filmstudios Ghibli hat Miyazaki zuletzt den Kurzfilm „Boro, die Raupe“ fertiggestellt. Allerdings sei der Regisseur damit so unzufrieden gewesen, dass er die Geschichte zu einem abendfüllenden Spielfilm ausdehnen möchte. Der japanische TV-Beitrag, in dem Miyazaki seinen Film ankündigt, heißt bezeichnenderweise „Der Mann, der noch nicht fertig ist“. Und anscheinend wird Miyazaki wohl niemals fertig sein: Bereits 1998 hatte der Filmemacher seine Karriere für beendet erklärt. „Prinzessin Mononoke“ sollte damals sein letzter Film werden. Doch erst danach lieferte er mit „Chihiros Reise ins Zauberland“ das Meisterwerk seiner Karriere ab. Für die Geschichte um ein Mädchen, dessen Eltern in Schweine verwandelt werden, erhielt er einen Oscar und gewann die Berlinale 2002.

2013 erschien mit „Wie der Wind sich hebt“ Miyazakis bisher letzter Film. Studio Ghibli kündigte danach an, für einige Jahre keine Filme mehr zu produzieren. Die Abhängigkeit des „japanischen Disneys“ vom Regisseur war zu groß. Die Software, mit dem der Look der Filme seit einigen Jahren kreiert wird, stellte das Studio 2015 sogar gratis ins Internet.

Die Umsetzung des (jetzt aber wirklich!) letzten Films des Regisseurs wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Als Ziel hat Miyazaki eine Premiere kurz vor den Olympischen Spielen 2020 ausgegeben.


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