„The Crow“: Original-Regisseur spricht sich gegen Remake aus


Alex Proyas findet, dass man nicht an dem Vermächtnis von Brandon Lee rütteln sollte.

Alex Proyas hat sich gegen das Remake seines Films „The Crow – Die Krähe“ (1994) ausgesprochen. Ihm zufolge solle die Comic-Adaption das Vermächtnis des beim Dreh verstorbenen Hauptdarstellers Brandon Lee bleiben.

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Alex Proyas: „‚The Crow‘ ist nicht nur ein Film“

„Ich finde wirklich keine Freude in Negativität gegenüber der Arbeit anderer Filmemacher“, erklärte Alex Proyas in einem zwischenzeitlich gelöschten Facebook-Post. „Ich bin mir sicher, dass Cast und Crew gute Intentionen haben, so wie es alle bei jedem Film haben. Dementsprechend schmerzt es mich, mehr zu diesem Thema zu sagen, aber ich denke, die Fan-Reaktionen sprechen Bände.“ Damit bezog sich der australische Filmemacher auf Negativkommentare gegenüber des Remakes.

Er erklärte: „‚The Crow‘ ist nicht nur ein Film. Brandon Lee ist während der Entstehung gestorben und der Film wurde als Testament seiner Brillanz und seines Verlusts fertiggestellt. Er ist sein Vermächtnis. So sollte es bleiben.“

Trailer des 1994er Originals:

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Unfall am Set

Brandon Lee, Sohn des legendären Kampfkünstlers Bruce Lee, wurde am Set versehentlich erschossen. Aus Zeitspargründen waren Szenen des Films mit echten Patronen anstatt Attrappen gedreht worden. Eine davon blieb unbemerkt im Lauf einer verwendeten Waffe stecken, weil ihr lediglich Schießpulver, aber nicht Zündhütchen entfernt worden war. Als dann mit derselben Waffe die Sterbeszene von Lees Figur Eric Draven gedreht wurde, wurde die Patrone herausgeschleudert. Lee wurde tödlich verletzt und starb einige Stunden später im Alter von nur 28 Jahren im Krankenhaus.

„The Crow“-Remake: Erste Fotos von Bill Skarsgård

„The Crow“ startete Diskussion um verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

Dementsprechend mussten verbliebene Szenen des Films, in dem ein ermordeter Musiker von den Toten zurückkehrt, um sich und seine ebenfalls ermordete Verlobte zu rächen, mit Körper-Double und digitalen Effekten gedreht werden. „The Crow“ wurde nachträglich dem Schauspieler und seiner hinterbliebenen Verlobten Eliza Hutton gewidmet und wurde ein großer Erfolg.

Lees Tod löste außerdem Diskussionen um verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Hollywood-Sets aus. Das Thema ist wieder in den Medien, seit es im Oktober 2021 am Set des Westerns „Rust“ zu einem ähnlichen Fall kam. Der Schauspieler Alec Baldwin erschoss dort versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer als Requisite verwendeten Waffe, die mit scharfer Munition geladen war.

Erste Einblicke in die Neuinszenierung von „The Crow“:

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Alex Proyas verlinkte in seinem Post einen „CBS“-Artikel zum Thema. Darin geht es um die große Anzahl an Dislikes, die der erste Trailer des Remakes auf YouTube erhielt.

Die Neuverfilmung entsteht unter der Regisseur von Rupert Sanders, die Hauptrolle spielt Bill Skarsgård.