Zu viele Skandale: Kinostart von „City of Lies“ mit Johnny Depp wird verschoben

Der Film „City of Lies“ sollte eigentlich am 7. September in den USA erscheinen, doch die anhaltenden Querelen um den Hauptdarsteller Johnny Depp reißen nicht ab und bereiten dem Verleih Sorgen. Aus Angst vor einem Flop rissen die Verantwortlichen der Produktion nun die Reißleine, jedoch hoffen sie auf eine Veröffentlichung des Films vor Ende des Jahres. Das Klima um den Superstar sei zurzeit dermaßen schlecht, dass man es für besser hält, den Starttermin zu verschieben. In „City of Lies“ werden die Morde an Tupac Shakur und Biggie Smalls aufgearbeitet, ähnlich wie in der Serie „Unsolved“, die gerade auf Netflix läuft.

Neben seinen Geldproblemen sind es vor allem die Nachrichten über seine nervöse Hand, die Depp und all jene, die mit ihm arbeiten (müssen), in Schwierigkeiten bringen. Seine Ehe mit der Schauspielerin Amber Heard ging in die Brüche, nachdem die 32-Jährige Depp häusliche Gewalt vorwarf und auch in Zusammenhang mit der Produktion von „City of Lies“ erhärtet sich das Bild eines Mannes, der sich nicht im Griff hat.

Depp flippte am Set aus

Die Website People.com berichtete zuerst über die Vorwürfe des Klägers Gregg Brooks, der als Location Manager Teil der Crew beim Dreh von „City of Lies“ von Depp angegriffen wurde. So steht es zumindest in den Gerichtsunterlagen, die via Brooks an die Öffentlichkeit getragen wurden.

Der Film wurde bereits im April 2017 in Los Angeles gedreht. Brooks war als Location Manager auch für Drehgenehmigungen zuständig. Vor dem Barclay Hotel hatte die Crew eine Dreherlaubnis von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr, doch noch nicht alle Szenen waren abgedreht. Laut eigenen Angaben konnte Brooks noch eine Verlängerung der Erlaubnis bis 23 Uhr herausschlagen, doch auch dadurch konnten nicht alle Szenen abgedreht werden.

Depp wollte eine eine bestimmte Szene aber unbedingt noch einmal drehen. Irgendwann kam der Schauspieler auf Brooks zu und schrie ihn an: „Who the fuck are you? You have no right to tell me what to do!“ Brooks wollte Johnny Depp die Sache mit der beendeten Dreherlaubnis erklären, da schlug ihm Depp zwei Mal auf die Rippen.

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Drei Tage später wurde Gregg Brooks gefeuert, weil er sich weigerte eine Erklärung zu unterschreiben, laut der er Johnny Depp nicht verklagen würde. Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Johnny Depp zum Zeitpunkt des Vorfalls nach Alkohol gerochen haben soll.


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