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Highlight: Die besten Filme des Jahres 2018

Zum Start von „Your Name“: 5 Filme, die wir in Deutschland nicht im Kino sehen durften

Your Name

„Your Name“ ist der erfolgreichste Anime aller Zeiten. Die Liebesgeschichte über zwei Teenager, die Körper tauschen, begeistert schon seit über einem Jahr Zuschauer auf der ganzen Welt. Die Story ist dermaßen gut, dass J.J. Abrams sogar ein US-Remake vorbereitet. Und in Deutschland? Fand der Film erst im August 2017 einen Verleih und kommt am 11. und 14. Januar 2018 in die Kinos. Zwei Tage lang gibt es „Your Name“ auf der großen Leinwand zu sehen, mehr ist nicht drin. Eine Schande.

Raw

Der französische Kannibalismus-Thriller sorgte beim Filmfestival von Toronto angeblich für Ohnmachtsanfälle, Kritiker feierten den Film hingegen als absolutes Novum im Coming-of-Age-Genre. Eine junge, vegan lebende Frau geht zur Uni, muss dort als Reifetest Kaninchenleber essen. Fortan entwickelt sie eine unbändige Lust auf Fleisch. „Raw“ hat wunderbare Bilder, die man auch gern auf der großen Leinwand gesehen hätte – so wie in vielen anderen Ländern Europas. In Deutschland reichte es nur für einen sang- und klanglosen Start auf DVD im Oktober 2017.

Colossal

Selbst Superstar Anne Hathaway und ein riesiges Monster gaben dem deutschen Verleih nicht genügend Selbstvertrauen, um diese Indie-Perle ins Kino zu bringen. „Colossal“ erzählt eine Geschichte von Missbrauch und Fehlern aus der Vergangenheit anhand eines magischen Sandkastens, durch den Anne Hathaway ein Kaiju in einer Großstadt steuert. War die Mischung zu irre für potenzielle Kinozuschauer oder zu clever? Wir konnten es leider nicht herausfinden, der Verleih hat uns die Entscheidung abgenommen und „Colossal“ direkt am 1. Dezember 2017 ins Heimkino gebracht.

Under the Shadow

Einer – und da übertreiben wir jetzt wirklich nicht – mit Abstand besten Filme 2016. Im Teheran der 80er schlägt eine Rakete aus dem Irak in das Dach eines Wohnhauses ein. Die Rakete explodiert zum Glück nicht, lässt aber einen Dämon da, der eine nach Westen blickende Mutter und ihre Tochter terrorisiert. „Under the Shadow“ bot Horror zum Davonlaufen und politische Metaphern zum Bartzwirbeln. In Deutschland war der Film nur auf dem Fantasy Filmfest zu sehen, danach verschwand er direkt in den Niederungen des Netflix-Algorithmus.

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