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Zum Tod von „Willy Wonka“-Star Gene Wilder: Hollywoods Reaktionen und seine besten Szenen

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Comedy-Genie Gene Wilder verstarb am vergangenen Montag, den 29. August 2016, im Alter von 83 Jahren an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung. Dies erklärte seine Familie. Wilder wurde durch seine Rolle als Willy Wonka in „Charlie und die Schokoladenfabrik“, sowie für seine Zusammenarbeit mit Komödien-Schöpfer Mel Brooks weltbekannt.

„Wir haben so viel Zeit und so wenig zu tun! Nein! Wartet! So nicht! Umgekehrt! Danke!“ (Willy Wonka, „Charlie und die Schokoladen Fabrik“, 1971)

Gene Wilder wurde am 11. Juli 1933 als Jerome Silberman in Milwaukee geboren. Seine Karriere begann bei kleineren Off-Broadway-Produktionen, jedoch war er schon bald auf größeren Bühnen zu sehen, unter anderem in der Bühnenfassung von „Einer flog übers Kuckucksnest“. Während seiner Zeit am Theater lernte er auch Anna Bancroft, die spätere Frau von Mel Brooks, kennen. Seinen ersten Filmauftritt hatte Wilder in „Bonnie & Clyde“, 1967, in dem er eine Nebenrolle übernahm. Ein Jahr später engagierte ihn Mel Brooks für die Rolle des Leo Bloom in „Frühling für Hitler“. 1971 war er bereits in „Charlie und die Schokoladenfabrik“ auf der Leinwand zu sehen, wahrscheinlich seine Rolle mit dem höchsten Wiedererkennungswert. Es folgten weitere Komödien-Klassiker wie „Frankenstein Junior“, „Der wilde wilde Westen“ und Woody Allens „Was sie schon immer über Sex wissen wollten“. Während seiner Karriere erhielt Wilder außerdem zwei Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen. Den „modernen“ Film ab den 2000er-Jahren betrachtete er allerdings aus gesunder Distanz: Die Filme waren ihm zu laut und die Figuren fluchten zu oft. Der letzte Film bei dem er mitspielte war „The Lady in Question“, ein Krimi-Thriller aus dem Jahr 1999.

Seine Schauspielkarriere schloss Gene Wilder mit einem Auftritt in der Comedy-Serie „Will & Grace“ 2003 gänzlich ab. Seitdem schrieb er mehrere Bücher, darunter seine Memoiren „Kiss Me Like S Stranger“, „What Is This Thing Called Love?“, eine Kurzgeschichtensammlung und „My French Whore“, einen Spionageroman. An Alzheimer litt der Schauspieler bereits seit mehreren Jahren. Sein Neffe Jordan Walker-Pearlman veröffentlichte nach dem Tod Wilders ein bewegendes Statement, in dem er beschreibt, wie schwer es war, Abschied zu nehmen. „Es ist fast unmöglich für uns, sich ein Leben ohne ihn vorzustellen“, heißt es darin.

Die Reaktionen aus Hollywood sind so emotional, wie zahlreich. Hier haben wir einige der bewegendsten Ehrerweisungen auf Twitter für Euch gesammelt:

Von „Bonnie & Clyde“ über Frankenstein bis hin zur Schokoladenfabrik: Die folgenden Momente und Auftritte sollten Euch besonders im Gedächtnis bleiben.

Gene Wilder – Pure Imagination (Lyrics‏) auf YouTube ansehen

„Charlie und die Schokoladenfabrik“, 1971

Morons of the West Blazing Saddles auf YouTube ansehen

„Der wilde wilde Westen“, 1974

https://youtu.be/-8aJ96O0-_M

„Frankenstein Junior“, 1974

https://www.youtube.com/watch?v=UE__QBVpEmg

„Trans-Amerika-Express“, 1976

„Was für ein komischer, lustiger Typ du bist, sagen die Leute immer. Bin aber ich nicht. Wirklich nicht. Außer in Komödien. Ich kann meine Frau ein- bis zweimal zum Lachen bringen, aber nichts besonderes. Aber wenn mich die Leute in einem Film sehen, bleiben sie stehen und betonen immer ‚wie lustig du warst‘. Aber ich denke nicht, dass ich so witzig bin. Ich glaube, ich kann es nur im Film sein“, sagte Gene Wilder in seinem letzten großen Interview.


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