Liste

7 Seeed-Songs für Freaks und Fortgeschrittene

1. „SENSIMILLA“ FEAT. DENYO (2001)

Wer schon damals kiffende Freunde hatte, wusste, dass diese Hymne aufs Weed mit Beginner-Hilfe der wahre Hit vom Debüt ist. Dancehall-Brummen trifft verkifften Reggae und Zeilen wie diese: „Manchmal, wenn ich mit roten Augen aufsteh / Und mich im WC-Spiegel quasi dich bei der Arbeit sehe / Dann lass’ ich eure Durchlaucht durchraucht / In der Ecke steh’n.“

2. „DOUBLE SOUL“ FEAT. TANYA STEPHENS (2003)

Ein Beleg, dass Seeed zu „Music Monks“-Zeiten durchaus internationale Ambitionen hegten. Mit der Dancehall-Sängerin aus Jamaika finden sie die perfekte Balance zwischen gechilltem Oldschool-Reggae und modernen Produktionsspielereien.

3. „TIDE IS HIGH“ – ALTE SCHULE MIX (2001)

Wo wir gerade bei Oldschool sind: „The Tide Is High“, im Original von der jamaikanischen Rocksteady-Band The Paragons, ist schon oft gecovert worden, sehr schön von Blondie, weniger überzeugend von Atomic Kitten. Seeed borgten den Refrain und kreuzten ihn mit einer typisch gerappten Seeed-Story. Diese Version von der Maxi-Single lässt den Refrain und den Bass schön unbehauen und den Song eben nach alter Schule klingen.

4. „BLINK BLINK“ FEAT. SNOOP DOGG (2012)

Wieder ein Versuch, international zu punkten und ein Beleg, dass Seeed, obwohl sie nie wirklich einen Übersee-Hit landeten, bei US-Künstlern einen guten Ruf hatten. Hier rappt Snoop Dogg eine amtliche Strophe und rät den Hörerinnen und Hörern: „Do the right thing like Spike Lee.“

5. „SEEEDS HAUS“ (2012)

Textlich vielleicht der inoffizielle Vorläufer zu „Komm in mein Haus“ und ein auch für Seeed-Verhältnisse recht irrer Track, der, gerade weil hier nichts so recht zusammenpasst, nicht übel kickt. Keyboard-Funzen, verfremdeter Gesang und Zeilen wie diese: „Allemannen im Bananenfieber. Alle baden im Champgnieär!!“ Muss man erst mal bringen.

6. „END OF THE DAY“ FEAT. MAYA DELA GWADA (2005)

Wer ist denn eigentlich diese Maya Dela Gwada, die auf dem Rausschmeißer von NEXT! so fierce ihren Part rappt und die Line „Sky is the limit / Take me to the highness“ betont, wie wohl nur sie es kann? Man weiß es nicht – außer diesem Song spuckt das Internet nichts weiter über sie aus. Trotzdem: Was für ein Song! Ist das schon Weltmusik?

7. „KING RODRIGUEZ“ (BERLIN ARENA 2006)

„Okay Berlin, das Stück ist auf keiner Platte, vielleicht kennen es ein paar nicht. Scheißegal!“ Tja, dank des Seeed-Albums LIVE ist es nun eben doch mal auf Platte gelandet. „Du brauchst ’nen kalten Drink, Kopf ins Eis“, heißt es in diesem Guilty-Pleasure-Track, der eine typische Breitbein-Nummer über besagten Rodriguez ist, der mit der Attitüde „Das Leben ist ein Witz, den nur ich begreif“ ganz gut lebt.

Mehr über Seeed erfahrt Ihr in der Titelstory der Musikexpress-Ausgabe 11/2019.


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