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Highlight: Zum 40. Todestag von Ian Curtis: Joy Divisions Vermächtnis

ME 11/19

Mit Seeed, Trettmann & Kummer, FKA Twigs und Oral History zum Mauerfall: Der neue Musikexpress – jetzt am Kiosk!

Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

DURCH DIE ROLLENPROSA-BRILLE

Und da sprach der Faber: „Du glaubst auch, mein Publikum sei dumm, oder?“ Wir hatten ihn gerade gefragt – also sinngemäß –, ob das denn immer sein müsse mit dem offen ausgestellten Sexismus in seinen Texten (siehe Themeninterview auf S. 10). Und Faber hatte eben mit dieser Gegenfrage geantwortet, die uns ein wenig ins Grübeln gebracht hat. Mal ehrlich: Halten wir das Publikum von Faber für dumm? Trauen wir diesen Menschen nicht zu, zu erkennen, dass es nicht Faber, also jener 26-jährige Schweizer Singer-Songwriter namens Julian Pollina selbst ist, der da spricht, wenn er ekelhafte Verwünschungen und Demütigungen an sein Gegenüber richtet?

Unter Musik- und verschwägerten Kulturkritikern ist schon länger eine neue Debatte ausgebrochen darüber (klingt furchtbar hochgestochen, man diskutiert halt meist in sozialmedialen Kommentarspalten herum), wie viel Rollenprosa man KünstlerInnen gestatten will, gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich echtes reaktionäres, freiheitsfeindliches Pack längst überall ungehemmt äußert. Man diskutiert also über künstlerische Freiheit(en), Werkzeuge wie Provokation oder Satire, und, da hat Faber schon recht, indirekt die ganze Zeit darüber, was dem Publikum intellektuell zugemutet werden kann. Dem Publikum von Faber, aber eben auch jenem von K.I.Z., Rammstein, Bausa und so weiter: Wer ist dumm, wer noch dümmer? Und wer sagt, dass ausgerechnet wir das entscheiden könnten?

Der Musikexpress 11/2019 – die Themen im Überblick:

Seeed – Komm in unser Haus!

Sieben Jahre nach ihrem letzten Album sind Seeed zurück – und größer als je zuvor. Im Herbst führt sie eine gigantische Tour durch 16 Städte und 2020 gibt es einen Open-air-Ritt, der allein in ihrer Heimat Berlin sieben Konzerte vorgesehen hat. Das neue Album BAM BAM lässt der Melancholie ebenso Raum wie dem gelernten Partybouncer oder dem politischen Songstatement „Komm in mein Haus“. Der Titel passt sehr gut, denn Seeed luden uns tatsächlich zu einem ihrer eher seltenen Gespräche in ihr Hauptquartier in Berlin-Kreuzberg ein.



Mit The Strokes, Corona- und Indie-Rock-Special & David Bowie: Der neue Musikexpress ist da!
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