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„Arrangierte Vergewaltigung“: Echter Pferdesex in HBO-Serie „Silicon Valley“

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Eine Szene der zweiten Episode der dritten Staffel „Silicon Valley“ sorgte in dieser Woche für einiges Aufsehen in den USA. In der Szene war zu sehen, wie zwei Pferde miteinander Sex haben. Und das äußerst detailliert, nahezu in Tierfilm-Manier. Wie Serienschöpfer Mike Judge The Hollywood Reporter in einem Interview mitteilte, war in der Szene alles echt: Die Pferde und auch der Akt selbst. Die Zuschauer waren gespaltener Meinung, die Tierschutzorganisation PETA kritisierte die Szene heftig und betitelte sie als „arrangierte Vergewaltigung“. Die Szene könnt Ihr Euch hier anschauen:

Peniswitze sind bei „Silicon Valley“ Gang und Gäbe. Eigentlich möchte sich der junge aufstrebende StartUp-Gründer Richard Hendriks (Thomas Middleditch) nur mit seinem neuen Chef Jack Barker (Stephen Tobolowsky) über die Zukunft seines Unternehmens unterhalten. Doch der Anblick von zwei kopulierenden Pferden bringt ihn aus dem Konzept und macht es ihm nicht gerade leicht, sich zu konzentrieren. Die Szene wird maximal ausgereizt, dem Zuschauer sogar das erigierte Pferdeglied gezeigt.

Die Tierschutzorganisation PETA, die „People for the Ethical Treatment of Animals“, reagierte kritisch. Die Tierschützer argumentierten, dass weder die Stute noch der Hengst eine Wahl hätten, wenn sie angebunden zum Sex verleitet werden. Des Weiteren kritisierten sie, dass die Profitgier in der professionellen Zucht ein ohnehin schon großes Problem sei und Pferde dort nur als Geldmaschinen verwendet würden. Bis zu 200 Stuten muss ein Zuchthengst in einer Zeit von wenigen Monaten befruchten, um das beste Ergebnis zu erzielen. Das kostet selbstverständlich. In der Serie „Silicon Valley“ hat die Figur des Jack Barker rund 150.000 $ für das Sperma des Hengsts hingeblättert.

HBO wollte eine noch härtere Szene

Die Idee, die Szene so zu gestalten, kam den Autoren der Serie durch Inspiration via YouTube. Beim ersten Versuch, die Szene zu drehen, geriet die Produktionscrew fast in eine Razzia des FBI. Die Rennbahn, auf der der Dreh stattfinden sollte, entpuppte sich als Fassade für Drogengeschäfte und so musste erst einmal ein anderer Stall gefunden werden. Auch in der Postproduktion musste ein wenig getrickst werden: Denn obwohl der Akt begonnen hatte als wäre der Hengst vom Hafer gestochen worden, war es auch genauso schnell wieder vorbei. Später musste die Szene – und nichts anderes – künstlich verlängert werden, damit Dialog und Bild übereinstimmen.

HBO Serien haben wohl die Prämisse, beim Thema Sex nicht lange zu fackeln. Mike Serienschöpfer Judge zufolge wurde im Nachhinein, von höherer Stelle, sogar um noch mehr Screentime für den Pferdesex gebeten. In der Szene waren jedoch nicht nur zwei Farmmitarbeiter zugegen, sondern auch ein Tierarzt. Laut Mike Judge und dem ausführenden Produzenten Alec Berg wurden bei den Dreharbeiten keine Tiere verletzt, sondern nur eines „sehr glücklich gemacht“.


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