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Bela B Felsenheimer: Ein Nachwort hängt am Glockenseil

Am 13. April ist die Taschenbuchausgabe von Bela B Felsenheimers Bestseller „Scharnow“ erschienen. Als Zusatzmaterial gibt es darin ein persönliches, lustiges Nachwort von Bela über seine Besessenheit von alten Trash-Filmen und der Welt der VHS-Kassetten. Wir präsentieren es online in voller Länge: Erfahrt hier, welche Horrorklassiker den Musiker, Schauspieler und Autor besonders beeindruckt haben und welche Filme, seiner Meinung nach, digital überhaupt keinen Sinn ergeben.

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Jetzt, wo Sie dieses Buch gelesen und seinen Inhalt verinnerlicht haben, wo die vielen Schicksale, Wirrungen und Wendungen, die Ihren Verstand zu zersetzen drohten, Sie langsam wieder loslassen und Sie sich fragen: »What the fuck? Was hab ich da grad gelesen?«, bitte ich Sie, sich die Zeit zu nehmen und Ihre Eindrücke zu sammeln. Suchen Sie nach offenen Fragen, und beantworten Sie sie, indem Sie das Buch noch einmal lesen.
Und nochmal …
Und …
Vielleicht aber verdauen Sie Ihre Lektüre erst mal genüsslich.
Auch gut! Dann werde ich Ihnen schon mal die dringendste Frage des Buches beantworten:
Ja, es gibt sie.
Ja, es gibt Filme, gespeichert auf einem Magnetband in einer rechteckigen Plastikhülle, kurz VHS genannt, bei denen das Seherlebnis besser ist als im Kino oder auf einem digitalen Medium.

Okay, ich bin ein Analogromantiker, das haben Sie beim Lesen dieses Buches bestimmt schon bemerkt, aber ich bin auch Ästhet. Ich werde mir weder die „Herr der Ringe“-Trilogie noch einen James-Bond-Film oder „Avengers: Endgame“ auf VHS ansehen. Aber der Blitz soll mich treffen, wenn ich mir noch einmal „Sumpf der lebenden Toten“ auf DVD antue. Das Make-up der Unterwasser-Zombies (!) ist schlecht genug, da kann ich mich wenig über Unzulänglichkeiten wie die im Digitalen plötzlich sichtbaren Unterwasserlampen freuen, die offenbaren, dass der »Sumpf« ein gewöhnliches Freibad war.

Das sind Fehler, die damals einfach nicht zu vermeiden waren. Auch teure Hochglanzproduktionen wie „Der rote Korsar“ mit Burt Lancaster zeigen in der neuen Digitalklarheit viele Fehler, von denen man bei der Herstellung nicht wissen konnte, dass sie in ferner Zukunft mal auffallen würden. Weil eben niemand ahnte, wie klar das Bild einmal werden würde.

Hayne


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