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Bon Iver: „Naeem“ kriegt ein Musikvideo – das erste seit 2012

Bon Iver haben ein neues Musikvideo gedreht. Der Clip zum Song „Naeem“ wurde von AG Rojas verantwortet, der auch schon bei Videos für Portugal. The Man und Jack White Regie geführt hat. Es handelt sich dabei um Bon Ivers erstes „richtiges“ Musikvideo seit 2012: Damals drehten Justin Vernon und Co. einen Clip zu „Beth/Rest“ von ihrem zweiten Album BON IVER, BON IVER. Zu sämtlichen Songs auf den Alben 22, A MILLION (2016) und I,I (2019) gab es dafür Lyric-Videos.

AG Rojas sagt über Bon Ivers Video zu „Naeem“: „‘Naeem’ is concerned with the potential for intergenerational healing, and how we choose to engage with that potential. All my admiration and love to Cynthia Rodriguez and her child Azul who brought this idea to life, and to Bon Iver for amplifying it.”

ME-Autor André Boße schrieb in seiner „i, i“-Rezension über „Naeem“:

„Die Gesangsstimme von früher holt Vernon bei „Naeem“ hervor, das ist dann Blue-Eyed-Blues-Folk-Rock, oder auch: Emo für Trucker. Das Stück hat Vernon dem HipHopper Naeem Juwan gewidmet, der zuletzt seinen Namen Spank Rock abgelegt hatte, weil er dieser Kunstfigur entwachsen war. Solche Häutungen faszinieren Vernon, der Song selbst hat ebenfalls einige hinter sich gebracht, er hieß zunächst „I Can Hear Your Crying“, entstand bei einem Projekt mit der Modern-Dance-Company TU Dance. In der Version auf I,I bietet „Naeem“ einen dieser Momente, in denen man beim Hören alles, was man parallel dazu tut, stoppt, um wirklich dabei zu sein, wenn Bon Iver knapp viereinhalb Minuten lang Perfektion erschaffen. Es hat eine solche Musik, die ohne erkennbare Mühe, aber mit heiligem Ernst Folk, Rock, Soul, HipHop und Klassik vermengt, vor Bon Iver noch nicht gegeben.“

Bon Iver wurden zuletzt in vier Kategorien für einen Grammy nominiert. 2020 gehen sie auf Europatour und geben in diesem Zuge ein Deutschland-Konzert.


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